WARNUNG AN „WILDPINKLER”

Pinkeln an der A20-Umleitung verboten

Die Umleitung am A20-Loch sorgt für mächtig Ärger, sowohl bei Autofahrern als auch bei Anwohnern. So verbindet sich neuerdings die Not mit der Notdurft zu einem Problem, das zum Himmel stinkt.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Bei dem Schild handelt es sich nicht um ein amtliches Kennzeichen, wie das Landesamt für Straßenbau informiert.
Bei dem Schild handelt es sich nicht um ein amtliches Kennzeichen, wie das Landesamt für Straßenbau informiert. NK-Grafik/Ostseewelle/Landesamt für Straßenbau
Böhlendorf.

Am Ortseingang von Böhlendorf (Vorpommern-Rügen) steht neuerdings ein Schild, das Autofahrern die Pinkelpause verbietet. Aufgestellt haben es die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Grimmen, die damit selbstständig auf die „Kritik eines Bürgers reagiert“ haben, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Entlang der Umleitung wenig Sanitäranlagen

Böhlendorfs Bürgermeister Hartmut Kolschewski klagt, wie seine Nachbarn auch, über die „Respektlosigkeit vieler Autofahrer“. Seitdem die Umleitung der abgesackten A20 bei Tribsees in Betrieb genommen wurde, ist neben ständigem Stau, viel Lärm nun auch das Wildpinkeln zu einem großen Problem geworden. Denn entlang der Umleitungsstrecke sind Sanitäranlagen nur sporadisch zu finden. Vier Kilometer, lautet etwa ein Hinweis auf dem neuen Verbotsschild, ist der nächste Rastplatz inklusive Toiletten entfernt.

So bleibt vielen, im Stau ausharrenden Autofahrern, in ihrer Not offenbar oft nichts anderes übrig, als ihre Notdurft vor den Wohnhäusern zu verrichten. Böhlendorfs Einwohner versinken im Gestank.

Kein amtliches Verkehrsschild

Bei dem Schild handelt es sich allerdings nicht um ein amtliches Kennzeichen, wie das Landesamt für Straßenbau informiert. Rechtlich bindend ist das Pinkelverbot in Böhlendorf somit wohl nicht. Ob die Geruchsbelästigung für die Böhlendorfer durch das Schild gelindert werden kann, bleibt also abzuwarten.

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