BEIFAHRER STIRBT

Polizei bezieht nach tödlicher Flucht bei Greifswald Stellung

Nach der Flucht vor der Polizei ist junger Mann aus Greifswald gestorben. Nun schilderte die Polizei den genauen Verlauf des tödlichen Verkehrsunfalls.
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Der 20-Jährige raste bei Weitenhagen auf der Flucht vor der Polizei gegen einen Baum. Zurück blieben nur Trümmer seines Autos.
Der 20-Jährige raste bei Weitenhagen auf der Flucht vor der Polizei gegen einen Baum. Zurück blieben nur Trümmer seines Autos. Tilo Wallrodt
Greifswald.

In der vergangenen Nacht ist es zu einem tödlichen Verkehrsunfall zwischen Busdorf und Weitenhagen bei Greifswald gekommen. Polizeibeamte des Greifswalder Reviers wollten einen BMW zwecks einer Verkehrskontrolle anhalten, der 20-jährige Fahrer beschleunigte daraufhin und kam anschließend in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab, das Auto prallte gegen einen Baum.

Der 20-jährige Fahrer und sein 16-jähriger Beifahrer erlitten schwere Verletzungen und wurden ins Krankenhaus nach Greifswald gebracht. Ein 20-jähriger Greifswalder, der sich auf der Rückbank befand, erlitt leider so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Mehr lesen: Derzeit erschüttert eine Serie von tödlichen Unfällen Mecklenburg-Vorpommern. Innerhalb weniger Stunden starben drei Menschen auf den Straßen in Rostock und bei Greifswald, zwei wurden schwer verletzt.

Mutmaßungen bei Facebook

Nachdem der Unfall öffentlich wurde, wurde unter anderem bei Facebook gemutmaßt, dass die Polizei durch die Verfolgung des BMW unverantwortlich gehandelt haben soll. Am Nachmittag gab die Polizei allerdings weitere Details zu dem Verkehrsunfall bekannt:

Nach derzeitigen Erkenntnissen sollte die Verkehrskontrolle aufgrund eines telefonischen Hinweises, der bei der Polizei einging, durchgeführt werden. Die Beamten machten mit Blaulicht und eingeschaltetem Anhaltesignal auf sich aufmerksam, als sie den BMW auf der Ortsverbindungsstraße gesichtet hatten, schreibt die Polizei.

Polizei: Verfolgung nach 300 Metern abgebrochen

Da der Fahrer des BMW das Haltezeichen ignorierte, nahm die Streifenbesatzung die Verfolgung zunächst auf. Aufgrund schlechter Straßenverhältnisse und zur Abwehr weiterer Gefahren für Leib und Leben wurde die Verfolgung jedoch bereits nach etwa 300 Metern abgebrochen.

Der BMW fuhr mit hoher Geschwindigkeit weiter. Aus der Ferne konnten die Beamten noch beobachten, dass er von der Straße abkam und es zum Unfall kam. Die Kollegen eilten daraufhin zur Unfallstelle, um Erste Hilfe zu leisten. Sie informierten die Rettungsleitstelle, um eine sofortige medizinische Versorgung zu ermöglichen. Zudem wurden zur Verstärkung weitere Polizisten aus Greifswald hinzugerufen.

Halter des BMW ermittelt

Eine Atemalkoholkontrolle ergab beim Fahrzeugführer einen Alkoholwert von 0,87 Promille. Zudem war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Warum der Fahrer von der Fahrbahn abkam, bleibt weiterhin zu ermitteln. Den Hinterbliebenen des getöteten 20-Jährigen sowie auch den eingesetzten Beamten des Greifswalder Reviers wurde eine psychologische Betreuung angeboten.

Der Fahrzeughalter des BMW war zunächst nicht bekannt, da das verwendete Kennzeichen nicht auf den BMW zugelassen war. Er konnte zwischenzeitlich jedoch ermittelt werden. In welchen Verhältnissen er zu den Fahrzeuginsassen steht, wird derzeit noch geprüft.

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