FLUCHT ÜBER A20

Polizei ermittelt zu erschossenem Zirkus-Zebra

Zirkus-Zebra Pumba lief bei der Ankunft in Tessin davon. Auf der A20 verursachte es einen Unfall, schließlich wurde es getötet – obwohl die Polizei es nur betäuben sollte.
dpa
Das ausgerissene Zebra kurz vor seinem Tod.
Das ausgerissene Zebra kurz vor seinem Tod. Bernd Wüstneck
Versuche, das Tier zu betäuben, scheiterten zunächst.
Versuche, das Tier zu betäuben, scheiterten zunächst. Bernd Wüstneck
Die Tierrettung der Feuerwehr Rostock tötete das Tier schließlich.
Die Tierrettung der Feuerwehr Rostock tötete das Tier schließlich. Bernd Wüstneck
Das ausgerissene Zirkus-Zebra liegt erschossen am Straßenrand.
Das ausgerissene Zirkus-Zebra liegt erschossen am Straßenrand. Bernd Wüstneck
Pumba war stundenlang auf der Flucht.
Pumba war stundenlang auf der Flucht. Bernd Wüstneck
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Laut Polizei ließ sich das eine Zebra schnell einfangen. Pumba ließ sich aber weder mit Futter noch mit anderen Methoden dazu bewegen, zurückzukommen. Tilo Wallrodt
Tessin.

Nach dem Tod des Zirkus-Zebras Pumba ermittelt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern in verschiedene Richtungen. So solle geklärt werden, wie das Zebra entkommen konnte und wie es zu dem Unfall auf der Autobahn 20 kam, sagte ein Sprecher. Aber es werde auch ermittelt, wie es zu dem tödlichen Schuss kam. Das Zebra war in der Nacht zu Mittwoch zusammen mit einem Artgenossen bei der Ankunft des Circus Barlay in Tessin weggelaufen.

Laut Polizei ließ sich das eine Zebra schnell einfangen. Pumba ließ sich aber weder mit Futter noch mit anderen Methoden dazu bewegen, zurückzukommen. Er lief am Mittwochmorgen auf die A20 und verursachte dort einen Unfall. Beim Versuch, einen Zusammenstoß mit dem Zebra zu vermeiden, stießen zwei Autos aneinander. Verletzt wurde niemand. Die Autobahn wurde gesperrt.

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Auf der weiteren Flucht stieg Pumba über die Motorhaube eines Wagens und beschädigte einen Streifenwagen. Neben der Polizei wurde die Tierrettung der Rostocker Feuerwehr verständigt. Die Flucht Pumbas endete im kleinen Ort Liepen durch Schüsse eines Mitarbeiters der Tierrettung.

Zirkus will Anzeige stellen

Eine Anwohnerin zeigte Unverständnis: „Es ging doch gar keine Gefahr aus”, sagte Petra Melchin. Ihrer Aussage nach hätte nur ein fünf Meter vom Tier entferntes Tor zu einem umzäunten Feld geöffnet werden müssen. „Er wäre reingelaufen und gut wäre es gewesen.” Es habe keinen Grund gegeben, das Tier zu töten.

Auch Zirkuschefin Adriane Ortmann war entsetzt. Die Polizei habe zugesichert, dass Pumba nur betäubt werde. „Er hat ganz brav hier gestanden”, sagte sie dem Sender „Antenne Mecklenburg-Vorpommern”. Sein Ausflug wäre dort zu Ende gewesen. Alle seien geschockt.

Zirkus-Mitarbeiter kündigten an, Anzeige gegen den Schützen zu erstatten.

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