2004 starb Mehmet Turgut in Rostock.
2004 starb Mehmet Turgut in Rostock. Bernd Wüstneck
NSU-Taten

Polizei ermittelte nach Turgut-Mord nicht in rechter Szene

2004 starb Mehmet Turgut in Rostock. Sein Tod geht auf das Konto des „Nationalsozialistischen Untergrunds”. Die rechtsextremistische Szene wurde bei der Tätersuche aber ausgespart.
dpa
Schwerin

Nach dem Mord an dem Türken Mehmet Turgut im Februar 2004 in Rostock haben die Ermittler die rechtsextremistische Szene bei der Tätersuche ausgespart. „Ermittelt wurde hauptsächlich im Bereich organisierter Kriminalität, welche laut der Zeugen im Ortsteil (Dierkow) eine weniger große Rolle spielte. Wieso hier nicht in den Bereich Rechtsextremismus ermittelt wurde, bleibt nach wie vor eine offene Frage”, erklärte die SPD-Abgeordnete Susann Wippermann am Freitag nach Zeugenbefragungen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Aktivitäten des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds” in Mecklenburg-Vorpommern.

Der damals 25-Jährige Turgut hatte an einem Imbissstand in Rostock ausgeholfen, als er Opfer des NSU wurde, auf dessen Konto zehn Morde gehen.

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