EINREISEVERBOT

Polizei in MV nimmt Tagestouristen ins Visier

Das schöne Wetter lockt derzeit offenbar viele Tagestouristen zu beliebten Ausflugszielen in MV. Aber nicht überall darf man einreisen. Die Polizei kontrolliert und schickt viele Autos zurück.
Im Wolgaster Ortsteil Mahlzow werden Autofahrer rausgewunken und überprüft, ob verbotenerweise in den als Corona-Hoc
Im Wolgaster Ortsteil Mahlzow werden Autofahrer rausgewunken und überprüft, ob verbotenerweise in den als Corona-Hochrisikogebiet eingestuften Landkreis eingereist wurde. Tilo Wallrodt
Die Polizei kontrolliert Autofahrer, die über die B 111 auf die Insel Usedom wollen. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald
Die Polizei kontrolliert Autofahrer, die über die B 111 auf die Insel Usedom wollen. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist Corona-Hochrisikogebiet eingestuft, eine touristische Einreise verboten. Tilo Wallrodt
Usedom ·

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat am Wochenende verstärkte Kontrollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchgeführt. Im Fokus standen dabei die geltenden Einreisebeschränkungen, da wegen des warmen und sonnigen Wetters mit vielen Ausflüglern - auch aus anderen Bundesländern - zu rechnen war. Tatsächlich hatte die Polizei an den Kontrollstationen viel zu tun.

Insbesondere im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden am Wochenende Verkehrskontrollen eingerichtet. Denn weil der Landkreis wegen hoher Infektionszahlen als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft wurde, ist die Einreise aus anderen Kreisen und Bundesländern ohne triftigen Grund untersagt. Am Samstag kontrollierten die Beamten vor allem an den Zufahrtsstraßen zur Insel Usedom in Wolgast, Pasewalk und Ueckermünde, wobei insgesamt über 300 Fahrzeuge kontrolliert wurden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Um die 50 von ihnen seien zurückgewiesen worden, da sie keine konkreten Gründe zur Einreise in den Landkreis Vorpommern-Greifswald vorlegen konnten.

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Kontrollstellen verlegt

Am Sonntag habe man wie zuvor angekündigt erneut kontrolliert, aber das Vorgehen aufgrund der Erfahrungen des Vortags etwas angepasst, sagte ein Polizeisprecher des Präsidiums in Neubrandenburg. Die Maßnahmen hätten früher begonnen und seien weiter ins Landesinnere verlegt worden. So befanden sich die stationären Kontrollstellen seinen Angaben nach ab dem Vormittag in Züssow, Rollwitz und Boldekow. Bis zum Mittag wurden rund 80 kontrollierte Fahrzeuge gemeldet, von denen 15 zurückgewiesen wurden. In den restlichen Teilen des Landkreises würden vermehrt mobile Einsatzkräfte die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrollieren.

Auch in anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns führte die Polizei Kontrollen durch. Im Ostseebad Boltenhagen war der Andrang der Menschen am Wochenende wegen des schönen Wetters recht hoch, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag berichtete. Da auch viele Fahrzeuge aus benachbarten Bundesländern zu sehen waren, richtete die Polizei am Samstag im Tagesverlauf an den Zufahrten mehrere stationäre Kontrollen ein.

Insgesamt habe man 352 Wagen kontrolliert und dabei 59 Ordnungswidrigkeiten geahndet. 28 Fahrzeuge seien abgewiesen und zur Rückreise in die jeweiligen Bundesländer aufgefordert worden. Am Sonntag wurden die Kontrollen dann auch hier fortgesetzt. Das Aufkommen war laut der Sprecherin im Vergleich zum Samstag sogar noch etwas höher. Bis zum Mittag hatten die Beamten bereits 259 Fahrzeuge überprüft. 63 Wagen wurden zurückgewiesen.

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Einreise ohne triftigen Grund untersagt

Am 8. Februar hatte der Landkreis Vorpommern-Greifswald eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der es unter anderem untersagt ist, ohne triftigen Grund in das Corona-Hochrisikogebiet einzureisen.

Der Kreis hat die mit Abstand höchste Corona-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei über 158,7. Landesweit lag der Wert am Samstag bei 66,7.

Gericht: Nebenwohnsitz kein Grund für private Einreise

Das Verwaltungsgericht Greifswald hat zudem in der vergangenen Woche das coronabedingte Einreiseverbot in den Landkreis Vorpommern-Greifswald für Menschen mit dortigem Nebenwohnsitz aus nicht beruflichen Gründen bestätigt.

Ein Rechtsschutzantrag gegen die entsprechende Regelung des Landkreises sei abgelehnt worden, teilte das Gericht am Freitag mit.

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Dieser Artikel wurde am Sonntag, 21. Februar, um 16.23 Uhr umfassend aktualisiert.

 

 

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Kommentare (1)

Da werden sie nicht viel erkennen. Bitte spendiert dem Wort noch ein e. Das tut ja beim Lesen weh.