VERKEHRSKONTROLLEN

Polizei kontrolliert verstärkt Handynutzung bei Rad- und Autofahrern

Immer wieder verursachen Verkehrsteilnehmer in MV schwere Unfälle, weil sie „mal eben kurz” auf ihr Smartphone gucken mussten. Die Polizei kontrolliert daher. Bußgelder, Punkte und Fahrverbote drohen.
Autofahren und dabei etwas auf dem Smartphone lesen: Das kann nicht nur teuer werden, bei Unfällen drohen Fahrverbote und
Autofahren und dabei etwas auf dem Smartphone lesen: Das kann nicht nur teuer werden, bei Unfällen drohen Fahrverbote und Punkte in Flensburg (Symbolbild). Monika Skolimowska
Schwerin.

Rad- und Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern müssen ab Mittwoch mit verstärkten Handy-Kontrollen rechnen. Damit will die Polizei auf zunehmende Gefahren durch „Ablenkung im Straßenverkehr” hinweisen.

In beiden Präsidien des Landes werden mehr als 100 Beamte mobil und stationär im Einsatz sein. Neben den Kontrollen wird es dieses Mal im „Famila”-Markt in Wolgast (Wedeler Straße) eine Präventionsveranstaltung geben, bei der erstmals ein neues Verkehrsquizspiel für Kinder zum Einsatz kommt.

Dabei geht es den Beamten auch darum, Fahrzeugführer und Radfahrer für die Vielzahl an Möglichkeiten der Ablenkung zu sensibilisieren. Explizit geahndet wird zwar „nur” der Gebrauch von elektronischen Geräten, wie Handy oder Tablet. Abgelenkt werden kann man aber auch durch Essen und Trinken, Mitfahrer oder Dinge am Straßenrand.

Mehr lesen: Neuer Bußgeldkatalog - Diese Verstöße werden für Autofahrer richtig teuer.

Bußgelder, Punkte, Fahrverbote

Hintergrund der aktuellen monatlichen Schwerpunktkontrolle für den gesamten Juli ist nach Angaben einer Sprecherin, dass immer wieder Autos oder andere Verkehrsteilnehmer aus scheinbar unerklärlichen Gründen von der Fahrbahn abkommen und dann in schwere Unfälle verwickelt werden, wobei sich später herausstellt, dass ein Smartphone die Fahrer abgelenkt hatte.

2019 waren landesweit knapp 12.500 Frauen und Männer mit einem Mobiltelefon am Steuer eines Wagens oder am Lenker eines Rades erwischt worden. Ertappte Autofahrer müssen mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in der Verkehrssünderdatei rechnen – bei Gefährdung werden es 150 Euro und zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot; bei einem einem Unfall 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Radfahrer zahlen 55 Euro, wenn sie jemanden gefährden 75 Euro, wenn es zu einem Unfall kommt, kostet es die Radler 100 Euro.

Mehr lesen: Bei einem Unglück auf der B109 nahe Greifswald kamen drei Menschen ums Leben. Ein Fahrer, der den Unfall ausgelöst haben soll, war womöglich von seinem Handy abgelenkt.

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Kommentare (1)

Es ist erschreckend wie viiele Autofahrer und Radfahrer mit dem Smartphone am Ohr im Strassenverkehr fahren. Das Verständnis für dieses Verbot ist so gut wie nicht ausgeprägt. Gerade in letzter Zeit sieht man immer mehr Radfahrer mit dem Smartphone in der Hand fahren.
Aber schlimmer finde ich, das der Mindestabstand vion 1,5m bein Überholen von Radfahren in den Gemeinden so gut wie nie eingehalten wird. Mir ist es schon passiert, da ich angepflaumt wurde. Ich sollte doch anhalten und auf die Seite gehen, damit man vorbei kommt.