PHISHING-MAILS

Polizei stellt mutmaßliche Betrüger

Jeder kennt sie: Phishing-Mails, mit denen sensible Daten ausgespäht werden sollen. Die Polizei konnte nun einen Ermittlungserfolg verzeichnen.
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Betrüger verschafften sich Zugang zum PayPal-Konto einer 31 Jahre alten Frau.
Betrüger verschafften sich Zugang zum PayPal-Konto einer 31 Jahre alten Frau. Silas Stein
Neubrandenburg.

Den Ausschlag gab die Anzeige einer 31-Jährigen: Sie meldete sich am 13. Februar im Kriminalkommissariat Neubrandenburg, weil sie bemerkt hatte, dass ihr PayPal-Konto aufgrund der unrechtmäßigen Bestellung eines Smartphones mit einem Betrag von 799 Euro belastet worden war, teilten die Beamten am Donnerstag mit.

Zusätzlich habe sie von einem Versandhandel eine Benachrichtigung per E-Mail erhalten, in der ihr mitgeteilt wurde, dass sich das Handy bereits auf dem Weg zu dem Empfänger befinde. Als Lieferadresse war eine Adresse im oberbayerischen Neuburg an der Donau angegeben.

Die Geschädigte folgte dem Link in einer Phishing-Mail

Doch wie konnte es zu der falschen Bestellung kommen? Im Rahmen der Anzeigenaufnahme wurde laut Polizei bekannt, dass die 31-Jährige eine sogenannte Phishing-Mail erhalten hatte, in der sie zur Verifizierung ihres PayPal-Kontos aufgefordert wurde. Sie sei dem Link in der E-Mail gefolgt und auf eine gefälschte Seite weitergeleitet worden. Dort habe sie ihre Zugangsdaten bestätigt. So konnten die Täter das Handy bestellen und mit dem PayPal-Konto der Frau bezahlen, teilte die Polizei weiter mit.

In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Neuburg konnte das Kriminalkommissariat Neubrandenburg Kontakt zum Paketlieferanten aufnehmen, der das Paket nicht zum Empfänger, sondern zur Polizei brachte. An der Empfängeradresse trafen die Ermittler ein Ehepaar im Alter von 23 und 25 Jahren sowie eine weitere männliche Person im Alter von 34 Jahren an.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen führen die Eheleute eine Nebenbeschäftigung für ein Transportunternehmen aus. Sie erhalten der Polizei zufolge per Handy und per Mail Anweisungen zum Annehmen, Umadressieren und Weiterverschicken von Paketen vorzugsweise nach Russland, Litauen und Finnland.

Die Polizei warnt: E-Mails sorgfältig prüfen

Der Tatverdacht wegen Computerbetrug, Ausspähen von Daten und Geldwäsche richtet sich nun gegen das Ehepaar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern weiter an.

Die Polizei ruft dazu auf, E-Mails sorgfältig zu prüfen und im Zweifel keine Anhänge zu öffnen. Auch Links in verdächtigen E-Mails sollte man nicht folgen und keine persönlichen Daten beziehungsweise Passwörter eingeben.

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