Dieser Mann wird gesucht.
Dieser Mann wird gesucht. NK-Montage, Fotos: Annette Riedl/dpa, Polizei
Hoher Schaden

Polizei sucht eBay-Betrüger bei „Aktenzeichen XY...ungelöst”

Die Schweriner Polizei wirft einem Mann mindestens 250 Fälle von Internet-Betrug vor. Sie hofft auf neue Hinweise, wenn der Fall bei „Aktenzeichen XY...ungelöst” im ZDF gezeigt wird.
Schwerin

Mit Hilfe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst” will die Schweriner Polizei einem Internet-Betrüger auf die Spur kommen, dem mindestens 250 Fälle mit einem Gesamtschaden von 75.000 Euro zur Last gelegt werden.

Die Ermittler vermuten demnach den Täter im Bereich Schwerin und Hamburg. Er soll die Betrügereien durch falsche Namen, gefälschte Pässe und Fake-Shops gemeinsam mit einem Komplizen begangen haben. Die Kriminalpolizei Schwerin geht demnach davon aus, dass es noch weitere Fälle gibt, die bisher nicht angezeigt wurden. Die Sendung soll am Mittwoch um 20.15 Uhr ausgestrahlt werden, wie das Polizeipräsidium Rostock am Dienstag mitteilte.

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Bei Goldauslieferung erwischt

Mit einem Komplizen sollen auf eBay technische Geräte wie Smartphones, Saugroboter und Speicherkarten angeboten worden sein. Nachdem die Kunden zahlten, sei nichts geliefert worden. Mit gefälschten Pässen hätten die beiden Bankkonten eröffnet und das aus den Betrügereien stammende Geld unter anderem zum Ankauf von Gold genutzt.

Im Zusammenhang mit einer Goldauslieferung sei im Januar 2020 einer der beiden Betrüger, ein 35-jähriger Hamburger, vorläufig festgenommen worden. Nach dem zweiten, unbekannten Täter wird noch immer gefahndet. Es gibt sogar ein Foto von ihm, welches aus einem gefälschten kroatischen Reisepass stammt, mit dem sich der Gesuchte im vergangenem Jahr bei einem Schweriner Geldinstitut ausgewiesen hatte.

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Der Gesuchte, der vermutlich ebenfalls aus dem Raum Hamburg kommt, wird von der Polizei wie folgt beschrieben:

  • 25 bis 40 Jahre alt
  • schlanke Gestalt
  • kurze braune Haare
  • südländisches Aussehen
  • Brillenträger
  • Dreitagebart

 

Die Schweriner Polizei fragt:

  • Wer erkennt die abgebildete Person oder kann Hinweise zum Aufenthaltsort des mutmaßlichen Betrügers geben?
  • Wer ist selbst Opfer der Internetbetrüger geworden und hat noch keine Anzeige erstattet?

 

Hinweise nehmen die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock unter 038208/ 888-2222, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

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