VERMISST

Polizei sucht intensiv nach Stralsunder Prostituierten

Wasserschutzpolizisten, Suchhunde, ein Helikopter. Die Polizei sucht gerade mit allen Mitteln nach einer Prostituierten aus Nordrhein-Westfalen, die Mitte Januar in Stralsund verschwunden ist.
Seit Mitte Januar sucht die Stralsunder Polizei intensiv nach Phoosuk Düstersiek.
Seit Mitte Januar sucht die Stralsunder Polizei intensiv nach Phoosuk Düstersiek. Nordkurier
Stralsund.

Seit Mitte Januar sucht die Stralsunder Polizei intensiv nach Phoosuk Düstersiek. Die gebürtige Thailänderin wird bereits seit dem 16. Januar vermisst. Ihr Verschwinden wirft viele Fragen auf. Düstersiek kommt ursprünglich aus Lage in Nordrhein-Westfalen. Hier wurde das Verschwinden der 57-Jährigen auch erstmals gemeldet. Eine Bekannte gab die Vermisstenmeldung auf, wie die Polizei vor Ort dem Nordkurier bestätigte. Seit dem hätten jedoch die Kollegen der Kriminalpolizei Anklam übernommen. Denn Düstersiek veschwand nicht in Lage, oder Sohlingen, wo sie seit 2014 ein Massagesalon betreibt, sondern an der Ostsee in Stralsund.

Hier hatte sie sich eine Modelwohnung gemietet. Nicht unüblich in der Branche. Die Prostituierten mieten die Wohnungen auf Zeit, empfangen Kunden, leben dort und ziehen dann weiter. Was ist mit der Frau passiert? „Wir können aktuell weder einen Unfall, noch ein Verbrechen oder eine freiwilliges Verschwinden komplett ausschließen," sagt Claudia Tupeit vom Neubrandenburger Polizeipräsidium. Dass Düstersiek einfach weitergezogen ist, halten die Beamten jedoch für unwahrscheinlich. Tupeit erklärte, dass weder ein Abschiedsbrief gefunden wurde und sich Bekannte auch nicht an Aussagen der Frau erinnern könnten, die ein Verschwinden rechtfertigen würden.

Deswegen tun die Beamten viel, um Düstersiek zu finden. Spürhunde waren bereits zwei Mal im Einsatz, die Wasserschutzpolizei hat in der Küstenregion gesucht. Am Donnerstag kam sogar ein Helikopter zum Einsatz, der über der Hansestadt kreiste. „Wir erlangen auf Sicht und mit Kameras so einen guten Überblick. Nicht nur nach Menschen, sondern auch ungewöhnlichen Objekten, wie großen Müllsäcken etwa”, erklärt Tupeit den Einsatz. Ergebnisse brachten die Aktionen bislang nicht. Mit der Öffentlichkeitsfahndung verspricht sich die Polizei neue Erkenntnisse. Vielleicht habe sie jemand gesehen, unter Umständen erscheint Bekannten oder Kunden auch das Verhalten von Düstersiek als eigenartig oder in einem neuen Licht. Bis dahin kann jedoch auch eine Gewalttat im Zusammenhang mit dem Beruf der Frau im Rotlichtmilieu aus Nordrhein-Westfalen nicht ausgeschlossen werden.

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