MEHR ALS 50 FÄLLE

Polizei warnt vor Überweisungsbetrug

In den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte haben Unbekannte zuletzt vermehrt Überweisungsträger gefälscht.
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Betrüger fälschen die Unterschriften der Kontoinhaber.
Betrüger fälschen die Unterschriften der Kontoinhaber. Marijan Murat
Neubrandenburg.

Seit Beginn des Jahres ist es in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte vermehrt zu sogenannten Überweisungsbetrügen gekommen. Betroffen seien alle Banken und Geldinstitute, teilte die Polizei mit.

Bisher habe es mehr als 50 Fälle gegeben, 24 davon im April. Dabei nutzen die Täter den herkömmlichen Zahlungsverkehr: Die Betrüger benötigen nur die IBAN ihrer Opfer, die sie auf dem Überweisungsschein als Auftraggeber eintragen. Dann werden die Unterschriften der Opfer gefälscht und die Überweisungsformulare eingetragen.

Beträge von rund 250 Euro

Damit wird dann eine Geldanweisung auf ausländische Konten veranlasst. Bisher gab es Überweisungen nach Großbritannien, Estland, Bulgarien, Tschechien und in die Schweiz. In den meisten Fällen handelte es sich um Beträge von rund 250 Euro.

Doch wie kommen die Betrüger an die IBAN? Bei Firmen und Vereinen befindet sich diese sogar meistens auf dem Briefkopf. Die Daten von Privatpersonen erlangen die Täter zum Beispiel durch fingierte Gewinnspiele, stellen sich am Telefon als Mitarbeiter der Bank vor oder entwenden aus den Papierkörben neben den Druckern Kontoauszüge, warnt die Polizei.

Die Beamten rufen dazu auf, Überweisungsträger oder Kontoauszüge vor dem Entsorgen zu schreddern und Konten regelmäßig auf Unregelmäßigkeiten hin zu überprüfen.

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