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Polizei zerschlägt Drogenring im Nordosten

Auch diese Cannabisplantage wurde bei dem Polizeieinsatz ausgeräumt. Insgesamt wurden mehr als 1.200 Pflanzen beschlagnahmt und neun Personen verhaftet.
LKA-MV

Trotz Debatten über eine Freigabe von Marihuana werden Anbau und Verkauf der Droge weiter unnachgiebig verfolgt. Nun haben Ermittler im Nordosten zugeschlagen. Es ging um zwei Großplantagen.

Ein Drogenring ist in Mecklenburg-Vorpommern mit einer spektakulären Aktion zerschlagen worden. 258 Polizisten und mehrere Staatsanwälte waren am Dienstag im Einsatz. Die Beamten durchsuchten eine Vielzahl von Häusern und Wohnungen in den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und Rostock sowie in den Städten Wismar und Hamburg, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin mitteilte.

Acht Männer im Alter von 26 bis 67 Jahren und eine 40-jährige Frau seien verhaftet worden. Insgesamt werde gegen 17 Menschen ermittelt. Sie sollen fünf Marihuana-Plantagen betrieben haben.

Bei den Razzien wurden auf zwei Großplantagen rund 1200 Cannabis-Pflanzen sowie geerntetes Material beschlagnahmt, hieß es. Ein Gebäude sei offenkundig gerade für den Betrieb einer Plantage vorbereitet worden. Ein angetroffener «Gärtner» wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wurde noch am selben Tag Haftbefehl beantragt.

Der mutmaßliche Haupttäter (40) aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim war nach Angaben der Ermittler schon seit Jahren im Marihuana-Geschäft. Er soll bereits 2011 eine Plantage auf der Insel Poel errichtet haben. Ein 41-Jähriger aus Wismar soll die Pflanzen angebaut, geerntet und in der Region verkauft haben.