MORDE IN HALLE

Polizeischutz für jüdische Einrichtungen in MV

Die Polizei Mecklenburg-Vorpommern hat mehrere jüdische Objekte unter besonderen Schutz gestellt. Grund sind die tödlichen Schüsse vor einer Synagoge Halle (Saale).
Stefan Tretropp Stefan Tretropp
dpa
Ein Polizist bewacht die Synagoge in Rostock.
Ein Polizist bewacht die Synagoge in Rostock. Stefan Tretropp
Rostock.

Nach den tödlichen Schüssen von Halle hat am Mittwoch auch Mecklenburg-Vorpommern seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in Schwerin mitteilte, richten sich die erhöhten Schutzmaßnahmen insbesondere auf die jüdischen Einrichtungen im Land.

In Halle hatte ein Täter gezielt versucht, in eine Synagoge einzudringen. Diese würden „durch die zuständigen Polizeiinspektionen bis auf weiteres intensiver bestreift“, sagte Caffier. Nach aktuellen Informationen aus Sicherheitskreisen deutet alles auf einen Einzeltäter hin. Die beiden jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern haben ihre zentralen Orte und Synagogen in Rostock und Schwerin.

Am Abend Gottesdienst in Rostock geplant

In Rostock stehen seit dem Nachmittag Polizeiwagen und mehrere Beamte vor der jüdischen Gemeinde in der Augustenstraße in der Innenstadt. Für den Abend ist dort ein Gottesdienst geplant, zu dem aufgrund der hohen Anteilnahme zahlreiche Menschen erwartet werden. 

An der Synagoge in Rostock gab es am Abend eine Mahnwache, mehr als 50 Menschen waren gekommen und zündeten Kerzen an.  Wann die Sicherheitsvorkehrungen wieder aufgehoben werden, ist bislang noch nicht bekannt.

Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 9. Oktober, aktualisiert.

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Kommentare (1)

...dass es für Juden in Deutschland des Jahres 2019 mal wieder richtig gefährlich werden könnte.
Das Tragen einer Kippa reicht schon für einen Spießrutenlauf aus!

Darf Geschichte sich hierzulande wiederholen?