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Räuber flieht

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Polizist gibt Warnschuss auf Insel Rügen ab

Auf der Insel Rüge musste ein Polizist zur Dienstwaffe greifen, weil er von einem Mann angegriffen wurde (Symbolbild).
Auf der Insel Rüge musste ein Polizist zur Dienstwaffe greifen, weil er von einem Mann angegriffen wurde (Symbolbild).
Julian Stratenschulte

Ein 29-Jähriger hat einen Polizisten auf Rügen mit einem Stahl-Fahrradschloss angegriffen. Der Beamte gab ein Warnschuss ab, woraufhin der Tatverdächtige mit seinem Hund ins Wasser flüchtete.

Am Mittwoch hat ein 29-jähriger Tatverdächtiger Polizisten in Rambin auf der Insel Rügen angegriffen. ein Polizist gab daraufhin einen Warnschuss ab.

Gegen 13 Uhr erhielt die Polizei den Hinweis, dass sich in Rambin eine vermeintlich hilflose Person befindet. Als die Beamten vor Ort eintrafen, bemerkten sie eine Auseinandersetzung an einem Wohnwagen. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich dabei um eine Raubstraftat zum Nachteil von zwei britischen Staatsangehörigen.

Flucht mit Fahrrad und Hund

Als der 29-jährige Tatverdächtige – welcher sich später als die vermeintlich hilflose Person herausstellte – die Beamten bemerkte, haute er mit einem Fahrrad und seinem Hund in Richtung Kubitzer Bodden ab. Die Polizeibeamten nahmen die Verfolgung auf und forderten den 29-Jährigen mehrfach auf stehenzubleiben.

Wie die Polizei weiter berichtet, griff der Tatverdächtige einen Polizisten mit einem Stahl-Fahrradschloss an. Um diesen Angriff abzuwenden, gab der Beamte einen Warnschuss in die Luft ab. Der Tatverdächtige flüchtete daraufhin mit seinem Hund ins Wasser und verharrte dort für einige Zeit. Nach Eintreffen weiterer Polizisten, verließ er das Wasser freiwillig.

Tatverdächtiger im Krankenhaus

Weder Polizeibeamte noch der Tatverdächtige wurden bei dem Einsatz verletzt. Der 61-jährige geschädigte der Raubstraftat wurde im Klinikum Stralsund medizinisch versorgt. Der Tatverdächtige wurde zur psychiatrischen Begutachtung in ein Klinikum gebracht.

Der Richter hat am Donnerstagabend gegen den polizeibekannten Tatverdächtigen eine einstweilige Unterbringung in einer Klinik für forensische Psychiatrie angeordnet. Die Staatsanwaltschaft prüft nun unter anderem die Tatvorwürfe des Raubes, der gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Kriminalpolizei Stralsund hat die Ermittlungen übernommen.

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern greift selten zur Dienstwaffe. Aber es kommt vor. So schoss Ende Juli ein Polizist in Barth auf einen flüchtigen Räuber, bei der Durchsuchung einer Drogen-Plantage in Medow Mitte Juni wurden ebenso ein Warnschuss abgegeben wie bei einem Angriff südlich von Rostock im März diesen Jahres.