NSU-OPFER IN ROSTOCK

Polizist wundert sich nach Mord an Turgut über fehlende Ringfahndung

Im Prozess um den NSU-Mord an dem Türken Mehmet Turgut in Rostock hat sich ein Polizist über die offenbar unzureichenden Fahndungsmaßnahmen gewundert.
dpa
Cancan Özer, Witwe eines verstorbenen Anschlagsopfers des NSU, hat bei der Gedenkstunde am Todestag des NSU-Opfers Mehmet
Cancan Özer, Witwe eines verstorbenen Anschlagsopfers des NSU, hat bei der Gedenkstunde am Todestag des NSU-Opfers Mehmet Turgut am Tatort in Rostock gebetet (Archivbild). Jens Büttner
Schwerin.

Nach dem Mord an dem Türken Mehmet Turgut im Februar 2004 in Rostock hat die Polizei laut Aussage eines Beamten auf eine großräumige Fahndung nach den Tätern verzichtet.

Es habe ihn gewundert, dass keine Ringalarmfahndung ausgelöst wurde, sagte der Polizist am Freitag als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss des Schweriner Landtags zu den Aktivitäten des rechtsterroristischen NSU in Mecklenburg-Vorpommern. Er sei damals Leiter des zuständigen Reviers und nur Minuten nach dem Anschlag am Tatort gewesen.

Mehr lesen: Unbekannte beschmieren Mehmet-Turgut-Denkmal.

Keine Informationen gesammelt

Nach den Worten des Zeugen hätten bei einer raschen Besetzung von Brücken und den nahen Autobahnauffahrten für spätere Befragungen die Kennzeichen von wegfahrenden Autos registriert werden können. Eine solche Anweisung habe es aber durch die zuständige Dienststelle nicht gegeben.

Der damals 25-Jährige Turgut hatte an einem Imbissstand in Rostock ausgeholfen, als er Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) wurde. Dem Kerntrio Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos werden bundesweit zehn Morde und mehrere Raubüberfälle zugeordnet.

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Kommentare (7)

Von wegen armes Opfer von rechten Terror. Das ich nicht lache! Da wurde jemand aus dem Bereich der organisierten Kriminalität von Seines Gleichen liquidiert. Dem sollte man keine Träne nachweinen!

Ein widerwärtiger Mensch aus dem Club der Niederträchtigen verharmlost Taten seinesgleichen. Ihnen wird man höchstens Freudentränen nachweinen.

Es gibt kein einzigen stichhaltigen Beweis, die für die Täterschaft Mundlos und Böhnhards sprechen. Ich verharmlose nichts. Ich will das die richtigen Täter zur Verantwortung gezogen werden. Die ganze NSU-These ist der reinste Witz und lässt sicht in keinster Weise beweisen. Dagegen sprechen viele Indizien dafür, dass die Täter sowie Opfer in der Ceska-Mordserie im Bereich der organisierten Kriminalität und der PKK zu suchen sind. Auch Verfassungsschutz hat hier irgendwie seine Finger mit in Spiel.
Aber lesen sie nur weiter ihren Relotius-Spiegel und stellen sie blos keine eignen Fragen.

Der VS hatte übrigens 17 Agenten im Umfeld des "NSU-Trios"

... heißen im vorliegenden Fall V-Leute. "Das könnte an der zweifelhaften Rolle von 40 insgesamt staatlichen V-Leuten im Umfeld des NSU liegen." Quelle: Die Welt
Das waren dann wohl deutlich mehr als 17.

....ist doch die Frage, warum keine Ringalarmfahndung ausgelöst wurde?

aufgezogene politische Show zur Beruhigung der Bevölkerung - zu unglaubwuerdig - Ich will nicht wissen was da wirklich im Hintergrund gelaufen ist -