Nächtliche Eindringlinge

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Sieben Fledermäuse haben sich in eine Wohnung verirrt.
Sieben Fledermäuse haben sich in eine Wohnung verirrt.
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Die Polizei ist in der Nacht zum Donnerstag alarmiert worden, als Schreie aus einer Wohnung in Stralsund kamen. Sie erwartete ein Einsatz der anderen Art.

Am frühen Donnerstagmorgen hatten Polizisten in Stralsund einen ungewöhnlichen Einsatz zu erledigen: Ein Nachbar hatte gegen 3 Uhr Rufe aus einer Wohnung nebenan gehört und die Beamten alarmiert. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine verängstigte 24-Jährige und sieben Fledermäuse, die sich in deren Wohnung verirrt hatten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Diese konnten die Tiere verjagen und den Einsatz nach wenigen Minuten beenden, hieß es weiter.

Die Fledermäuse verirrten sich wohl durch ein offenes Fenster in die Wohnung der 24-Jährigen. Bei allem Schreck blieb die Frau laut Polizei unverletzt. Schaden in der Wohnung haben die Fledermäuse nicht hinterlassen.

Tollwütige Fledermaus in Neubrandenburg entdeckt

Ganz ungefährlich sind die nächtlichen Eindringlinge aber doch nicht. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rät davon ab, Fledermäuse mit bloßen Händen anzufassen. Erst kürzlich wurde in der Nähe von Neubrandenburg eine tollwütige Fledermaus entdeckt, wie das zuständige Veterinäramt mitteilte.

Im Unterschied zur Fuchstollwut, die in Deutschland inzwischen ausgestorben ist, käme die Fledermaustollwut noch flächendeckend vor, erklärte eine Sprecherin des Landkreises. Die Krankheit könne über Biss- und Kratzverletzungen übertragen werden.

Dennoch sei das Risiko einer Infektion vernachlässigbar. Die heimischen Fledermäuse sind allesamt Insektenfresser und greifen deshalb weder Menschen noch Tiere an, erklärte die Frau vom Landkreis.