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Messer gezogen

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Polizistin schießt auf mutmaßlichen Autodieb

Polizistin mit Dienstwaffe (Symbolbild)
Polizistin mit Dienstwaffe (Symbolbild)
Arne Dedert

Ein mutmaßlicher Autodieb ging in Rostock mit einem Messer auf eine Polizistin los. Sie schoss ihm in den Oberschenkel.

In Rostock hat eine Polizistin auf einen mutmaßlichen Autodieb geschossen. Der Mann wurde am Sonntagabend im Stadtteil Lichtenhagen dabei beobachtet, wie er sich an geparkten Autos zu schaffen machte. Anwohner riefen die Polizei.

Eine Streife stellte vor Ort den Täter. Dieser zückte sofort ein Messer und ging auf eine Polizistin los, teilten die Beamten mit. Die Polizisten habe den demnach den Angreifer gewarnt und ihre Waffe gezogen. Der Mann ging aber weiter auf die Polizistin los. Sie schoss daraufhin in seinen Oberschenkel. Danach hatten weitere Polizisten den Angreifer überwältigt. Er kam in ein Krankenhaus und wurde operiert. Sein Gesundheitszutand ist nach Polizeiangaben stabil.

Staatsanwaltschaft verteidigt Waffeneinsatz

Wie der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft sagte, habe eine Polizeistreife den Verdächtigen angetroffen. Er habe sich in keiner Weise kooperativ gezeigt, sondern sei mit einem Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge auf die Polizeibeamten zugegangen. Diese drohten mit dem Gebrauch der Schusswaffe, was dieser nach den Aussagen der Polizisten mit dem Ruf "Ich stech' Euch alle ab" beantwortete, wie der Staatsanwalt sagte.

In der Folge sei der Schuss gefallen. "Aus meiner Sicht gibt es momentan keine Anhaltspunkte, an der Verhältnismäßigkeit des Schusswaffeneinsatzes zu zweifeln", sagte der Staatsanwalt. Die junge Polizistin wurde nach dem Einsatz psychologisch betreut.