Ein Gemälde mit dem Titel „Fischer im Gespräch” des Malers Julius Friedländer hängt in der Gemäldegalerie im Pommerschen Landesmuseum.
Ein Gemälde mit dem Titel „Fischer im Gespräch” des Malers Julius Friedländer hängt in der Gemäldegalerie im Pommerschen Landesmuseum. Stefan Sauer
Malerei-Ausstellung

Pommersches Landesmuseum präsentiert „Die Dänen!”

VelKommen! 387 Werke der dänischen Kunst aus dem späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert – und damit die komplette Schenkung Müller – werden im Pommersche Landesmuseum gezeigt.
dpa
Greifswald

Landschaften, Seestücke, Porträts: Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald präsentiert eine große Ausstellung mit dänischer Malerei des späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhunderts. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) eröffnete am Sonntag die Schau „Die Dänen!” mit der kompletten Schenkung Müller, die als größte zusammenhängende Sammlung der dänischen Malerei und Grafik in einem deutschen Museum gilt.

„Diese Ausstellung führt uns vor Augen, dass die Romantik eine der Schlüsselepochen nicht nur der deutschen Geistesgeschichte ist”, sagte Grütters. Die Schenkung umfasst 387 Werke, darunter Arbeiten von Nicolai Abildgaard (1743-1809) und Jens Juel (1745-1802), beide Kopenhagener Lehrer des in Greifswald geborenen Romantikers Caspar David Friedrich (1774-1840).

Die Schenkung des Berliner Kunstmäzens Christoph Müller ging 2016 an das Land Mecklenburg-Vorpommern und wird nun erstmals komplett gezeigt. Als Dauerleihgabe bildet sie künftig zusammen mit Werken aus dem Bestand des Museums das Herzstück der neuen „Galerie der Romantik”, wie Grütters sagte. Das Museum will um die Werke Friedrichs den Schwerpunkt Romantik ausbauen und plant die Erweiterung seiner Gemäldegalerie.

Van Gogh ins Depot verbannt

Die Bauarbeiten zur „Galerie der Romantik” sollen noch in diesem Jahr starten. Der Bund stellt dafür fünf Millionen Euro bereit. „Caspar David Friedrich, der große Sohn der Stadt Greifswald, prägte wie kein anderer die Vorstellung von der norddeutschen Romantik.”

Die Ausstellung mit 387 Werken von 118 Künstlern schlägt einen Bogen vom Klassizismus über die Romantik bis zum Symbolismus. Das Museum hat dafür alle Wände der Gemäldegalerie – ausgenommen denen des Caspar-David-Friedrich-Saals – freigemacht, den Van Gogh und Frans Hals ins Depot verbannt und die Dänen in einer überraschenden Hängung präsentiert. In thematischen Räumen wie „Sturm und Stille”, „Nähe und Ferne”, „Herz und Heimat” hängen die Werke von Malern verschiedener Epochen in unmittelbarer Nachbarschaft.

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