CORONAVIRUS

Präsenzunterricht für mehr Schüler in MV möglich

Zehntausende Schüler mehr als bisher können von kommender Woche an wieder in die Schule kommen – wenn sie möchten. Auch für Kita-Kinder haben sich die Corona-Regeln teilweise geändert.
dpa
In MV dürfen ab kommender Woche Schüler aus den Abschlussklassen wieder am Präsenzunterricht teilnehmen (Symbol
In MV dürfen ab kommender Woche Schüler aus den Abschlussklassen wieder am Präsenzunterricht teilnehmen (Symbolbild). Jan Woitas
Schwerin.

Zehntausende Schüler der Abschlussklassen Mecklenburg-Vorpommerns können von kommender Woche an wieder in die Schule kommen. Dann sei Präsenzunterricht möglich, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch in Schwerin.

Zuvor hatte dies bereits Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) angekündigt. Das Ministerium veröffentlichte nun Details zum weiteren Vorgehen im verlängerten Corona-Lockdown, der bis Ende Januar gelten soll.

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Demnach können etwa die Jahrgänge 10 und 12 von kommender Woche an in die Schule gehen; Abschlussklassen an Berufsschulen zählen ebenfalls dazu. Schülerinnen und Schüler müssen dann eine Bestätigung vorlegen, dass sie keine Symptome haben, die auf eine Corona-Infektion schließen lassen.

Zudem ist eine Erklärung erforderlich, dass sie sich in den vergangenen zehn Tagen nicht in einem Corona-Risikogebiet außerhalb des Bundeslandes aufgehalten haben. Das entsprechende Formular werde über die Schulen zur Verfügung gestellt, hieß es.

Ein Ministeriumssprecher sagte, dass die Präsenzpflicht landesweit weiterhin für alle Jahrgangsstufen aufgehoben sei. Wenn Schüler aus Abschlussklassen also lieber zu Hause lernen möchten, sei dies nach wie vor möglich.

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Kinder für Kita-Betreuung anmelden

Eltern in Mecklenburg-Vorpommern müssen ihre Kinder für eine Betreuung in Kitas vor dem Hintergrund des verlängerten Lockdowns von kommender Woche an vorher anmelden. „Wir bitten aber alle Eltern dieses Angebot nur in Anspruch zu nehmen, wenn es beruflich gar nicht anders geht und keine Möglichkeit besteht, ihre Kinder zu Hause zu betreuen”, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Mittwoch in einer in Schwerin veröffentlichten Mitteilung.

Diese Regelung gilt demnach vom kommendem Montag bis zum 31. Januar. Das Formular können Eltern über die Homepage des Sozialministeriums oder der Kita erhalten. In diesem Formular kann dann angegeben werden, an welchen Tagen Eltern ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können.

Als mögliche Optionen können berufliche Gründe oder familiäre/sonstige Gründe angekreuzt werden. Nach Angaben eines Sprechers muss es keinen Nachweis geben, dass Eltern sogenannten systemrelevanten Berufen, wie etwa in Krankenhäusern, nachgehen.

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Die Ministerin betonte, dass es für die Betreuung der Kinder zu Hause weitere Unterstützung gibt. „Der Bund hat zugesagt, das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil und 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende zu gewähren.”

Mecklenburg-Vorpommern hatte Kitas zuvor bereits grundsätzlich offen gehalten, jedoch immer appelliert, die Kinder möglichst zu Hause zu lassen. Eine Einschränkung in der Betreuungszeit soll es laut Ministerium weiterhin nicht geben.

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