SPAZIERGÄNGE UND VERSAMMLUNGEN

Proteste gegen Corona-Einschränkungen in ganz MV

In Rostock, Neubrandenburg, Schwerin, Stralsund, Demmin, Waren, Neustrelitz, Malchow und Greifswald wurde am Montag gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Vereinzelt kam es zu Vorfällen.
Rund 300 Menschen „spazierten” am Montagabend durch Neubrandenburg.
Rund 300 Menschen „spazierten” am Montagabend durch Neubrandenburg. Tim Prahle
Ganz friedlich blieb der Protest in Neubrandenburg nicht.
Ganz friedlich blieb der Protest in Neubrandenburg nicht. Tim Prahle
Auch Gegenprotest fand in Neubrandenburg statt.
Auch Gegenprotest fand in Neubrandenburg statt. Tim Prahle
In Demmin versammelten sich rund 60 Menschen.
In Demmin versammelten sich rund 60 Menschen. Karsten Riemer
In Anklam beteiligten sich etwa 35 Menschen an dem „Abendspaziergang”.
In Anklam beteiligten sich etwa 35 Menschen an dem „Abendspaziergang”. Anne-Marie Maaß
Neubrandenburg.

Mit sogenannten Stadtspaziergängen und Versammlungen haben mehr als 1000 Menschen in etlichen Städten Mecklenburg-Vorpommerns gegen die Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie protestiert. Wie Polizeisprecher am Dienstag erklärten, versammelten sich am Montagabend allein in Rostock 300 und in Neubrandenburg rund 300 Menschen. Weitere Proteste gab es unter anderem in Schwerin, Stralsund, Demmin, Waren, Neustrelitz, Malchow und Greifswald.

In Rostock nahmen nach Polizeiangaben Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern an zwei Protestversammlungen gegen die Corona-Politik teil, bei denen vereinzelt die Mindestabstände nicht eingehalten und deshalb Platzverweise ausgesprochen wurden. Hier gab es zwei Veranstalter.

In Neubrandenburg zogen die Menschen auf einem nicht angemeldeten „Spaziergang” in Gruppen hintereinander vom Markt auf dem Radweg des Stadtrings entlang. Eine Stadtvertreterin der Linken habe Anzeige erstattet. Sie sei beim Versuch einer Sitzblockade auf der Route der „Spaziergänger” bespuckt und getreten worden. Die Polizei beobachtete den stillen Protest, bei dem viele Teilnehmer auffallend schwarz gekleidet waren, schritt aber nicht ein.

Ein Video zeigt Corona-Demo in Neubrandenburg:

[Video]

Hier gibt es weitere Videos der Corona-Karawane auf dem Neubrandenburger Ring.

MV hat niedrigste Corona-Infektionszahlen

In Demmin versammelten sich rund 100 Protestler. Auch bei dieser nicht angemeldeten Veranstaltung wurden die Abstandsregelungen nicht eingehalten, die Polizei griff allerdings nicht ein. In Anklam fand ebenfalls ein nicht angemeldeter Spaziergang statt, etwa 35 Menschen nahmen daran teil.

Bereits am Wochenende hatte es in mehreren Städten Protest gegen die Maßnahmen gegeben.

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden bis zum Montagnachmittag mit 728 Corona-Erkrankungen die im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit Abstand bundesweit niedrigsten Infektionszahlen registriert.

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Kommentare (8)

Schon die Aufmachung des Artikels macht mich einfach nur traurig. Viele Bürger machen sich zu Recht immer mehr Sorgen sowohl über die mediale Aufbereitung der „Pandemie“ wie auch die damit einhergehenden willkürlichen Akte. Dass diese Einschränkungen auch zunehmend von Verfassungsrechtlern immer stärker als bedenklich eingeschätzt werden, scheint Politikern derzeit zu entgehen. Kritiker der Maßnahmen oder sogar der „Pandemie“ selbst, werden in den Medien, insbesondere in den sozialen Medien, sofort dem Spektrum der Verschwörungstheoretiker oder einer politischen Randgruppe zugeordnet. Diffamierung statt kritische Auseinandersetzung scheint das Maß der Dinge zu sein. Ich war so naiv zu glauben, dass es eine Aufgabe der Medien sei, dann sogar auf Basis ihres eigenen Pressekodex, sachlich und wertfrei zu informieren. Schaut man sich jedoch insbesondere die Artikel unserer „Leit-Medien“ der letzten Wochen an, so sind diese stark Tendenziös und geben häufig die Meinung des Verfassers wieder. Der Pressekodex findet hierbei kaum Beachtung, gerade die Richtlinien Ziffer 1, 2, 10 und insbesondere 14 werden mit der derzeitigen Berichterstattung ignoriert. Viele Bürger fragen sich zu Recht, ist die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen auch nur ansatzweise diskutiert worden? Wurden die möglichen Folgen der Maßnahmen in Gesprächen mit Beteiligten aus allen gesellschaftlichen Bereichen vorab diskutiert? Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Folgen aller Maßnahmen deutlich verheerender sein können, wie die postulierten Erwartungen der Maßnahmen. Inzwischen vermelden die vereinten Nationen, dass die rezessionsbedingten Sterbefälle in Schwellenländern gestiegen sind. Mehr Menschen verhungern. Wie viele Menschen werden, wie auch zuletzt auf Grund der Auswirkungen in der Finanzkrise, nun den Suizid als einzigen Ausweg sehen? Wie viel Leid haben Menschen in Alters- und Pflegeheimen auf Grund der Restriktionen zu ertragen? Coronaviren sind nur eine Gruppe von Viren, mit den sich alle Lebewesen in ihrer langen Entwicklungsgeschichte immer wieder, auch auf Grund der Eigenschaft zur schnellen Mutation, neu auseinandersetzen müssen. Es wird wohl ein ewiger Akt bleiben. Sind wir in der Lage, eine Diskussion über Tote durch Krankheiten und Tote bedingt durch die Folgen der Rezession zu führen? Welche Gruppe wird mehr mediale Aufmerksamkeit bekommen? Im Internet sind inzwischen sehr viele wissenschaftliche Paper von anerkannten Spezialisten zu diesen und weiteren Themen zu finden. Ob nun z.B. aus Japan, Südkorea, USA, Frankreich, Italien oder Schweden, die Inhalte der Paper sind auf Grund ihrer jeweiligen fundierten Basis häufig stark Abweichend zu den schon fast Mantramäßig veröffentlichten „Einheitsmeinungen“. Wo bleibt die sachliche und wertfreie Auseinandersetzung in den (Leit-) Medien? Wer, wenn nicht die Medien, hat die Aufgabe, diese Informationen unvoreingenommen zu veröffentlichen um eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zu ermöglichen? Wie sollen absolut notwendige Diskussionen über Maßnahmen geführt werden, wenn weder Verhältnismäßigkeit und Folgen wie auch konträre wissenschaftlich fundierte Belege auch nicht ansatzweise Berücksichtigung finden? Ja, ich finde es richtig, dass Proteste wieder stattfinden. Ich wünsche uns weiterhin Mut, trotz allen Gegenwindes und einer voreingenommenen medialen Aufbereitung, um hiermit auf zwingend notwendige Veränderungen hinzuweisen. Demokratie ist schwer und nicht immer einfach zu „ertragen“. Wir, die Bürger, sind das System und auch verantwortlich für die Entwicklung.

Wen interessieren denn hier Sterbefälle in Schwellenländern?
Usw.

Jeder hat seine Meinung. Deshalb muss man Menschen nicht gleich als naiv hinstellen. Was wissen Sie über diesen Menschen der so etwas schreibt? Nichts. Ihre Antworten auf einige Kommentare waren bisher auch nicht gerade besonders. Hauptsache immer drauf.

Ich habe mich ad hoc nur angemeldet um Ihnen zuzustimmen. Es ist unglaublich, was gerade passiert. Der Pressekodex scheint nichts mehr Wert zu sein; eine Aufrechterhaltung einer allgemeinen Angst oberstes Gebot. Und das bei 4200000 Corona-Infizierten von 7750000000 Menschen auf der Erde. Das sind 0,05 % und das noch bei einer geringen Sterblichkeit. Selbst bei einer um den Faktor 10 höheren Dunkelziffer ist das noch gering. Da müssen doch zwangsläufig Fragen gestellt werden.

Da dies aber öffentlich bzw. von Volksvertretern nicht getan wird bzw. die Fragesteller als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden, ist es kein Wunder, dass Menschen Verschwörungstheorien anhängig werden. Es wird nicht argumentiert und es wird nicht begründet, nur mantrahaft wiederholt. Dies verleitet dazu, dass man Personen oder Gruppen unterstellt, planmäßig diese Maßnahmen für illegitime Zwecke zu nutzen - was dann eine Verschwörungstheorie ist.

Ich denke, hier steckt zwar kein Plan dahinter, aber diese Hysterie bietet weltweit der Politik Möglichkeiten zur Etablierung bzw. Profilierung und den Medien grenzenloses Berichterstattungspotential. Wirtschaftlich muss es für ausreichend Beteiligte sowie Großaktionären Vorteile bringen. Diese kann ich nicht erkennen, aber es muss sie geben, ansonsten ließen sie die Politik wohl nicht so frei gewähren.

...mit dem Plan.....da stimme ich Ihnen hunderprozentig zu. Lesen Sie nur mal die Aufmachung der heutigen B.ld Zeitung. Meine betagte Nachbarin brach in Tränen aus vor Angst, als sie das mit der Rente gelesen hat. Nur noch Panikmache und Einschüchterungsversuche, egal in welche Medien man schaut.

Die Fallzahlen in den Orten mit großen Demonstrationen, aufgrund des nicht eingehaltenen Schutzes ja dramatisch ansteigen. So wird es durch Wissenschaft und Politik ja immer suggeriert.
Ich bin gespannt.
Gemäß dem Motto, "Stell Dir vor es gibt Covid-19 und keiner steckt sich an."

wer suchet, der findet.

Sie werden ansteigen! Es werden einfach mehr Tests gemacht. Irgendein Coronavirus wird sich schon finden lassen ;-) Papayas wurden ja inzwischen auch schon positiv getestet (in Kenia).