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Provozieren und abwiegeln - die Strategie der AfD

Andreas Rösler (AfD) ist Stadtvertreter in Burg Stargard und Kreistagsmitglied in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Andreas Rösler (AfD) ist Stadtvertreter in Burg Stargard und Kreistagsmitglied in der Mecklenburgischen Seenplatte.
NK Archiv

Immer wieder ecken Politiker der AfD mit kruden Aussagen an. Etwa wenn Björn Höcke das Holocaust-Denkmal verunglimpft. Auch im Nordosten muss man nicht lange nach Statements suchen, die unter der Gürtellinie liegen.

Wenn es um eigene Kommentare auf seiner Facebook-Seite geht, nimmt Andreas Rösler kein Blatt vor den Mund. Den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bezeichnet der AfD-Mann aus Burg Stargard bei Neubrandenburg in dem sozialen Netzwerk als „Kümmelnazi”.

Auch Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) muss seinen beißenden, immer mal wieder unter die Gürtellinie gehenden Spott ertragen, etwa, wenn er sie anlässlich einer Landtagssitzung als „Frau Honecker” bezeichnet.

Rösler scheiterte im September an Caffier

Mitte März nahm er sich nun Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vor: Er postete einen diffamierenden Beitrag der Online-Gazette „Das Männermagazin” mit dem Titel „Ich, ich, ich bin Manuela Schwesig” und versah ihn mit dem Kommentar: „Küstenbarbie: 'Für eine Abtreibung ist es nun zu spät und für eine Babyklappe ist sie schon zu groß.'”

Auch wenn Rösler es anders darstellen will, ist er kein kleines Licht bei der regionalen AfD. Zwar ist er „nur” Stadtvertreter in Burg Stargard und Kreistagsmitglied. Er wollte im September 2016 aber auch in den Landtag einziehen, scheiterte in der Seenplatte allerdings äußerst knapp an Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Angesprochen auf seinen Facebook-Eintrag zu Manuela Schwesig hält sich Rösler bedeckt. Den Beitrag des „Männermagazins”, der ausgesprochen frauenfeindlich ist, habe er „nur überflogen”. Die Baby-Klappenaussage sei ein Zitat aus dem Beitrag des Magazins. Ob die Ministerin juristisch gegen den Online-Beitrag beziehungsweise Röslers Facebook-Eintrag vorgeht, ist unklar. Die Pressestelle des Familienministeriums hat am Freitag nicht auf die Nordkurier-Anfrage reagiert.

Kommentare (1)

den ich als recht umgaenglichen und gebildeten Menschen kenne der do manchen Schreiberling in die Tasche stecken kann ob seiner Bildung hat bei Kuestenbarbie vergessen, dass diese ein besonders grosses Herz und immer offene Steuertaschen hat wenn rs darum geht Linksradikale Antifa Gruppen zu finanzieren damit diese auch erfolgreich gegen echte Demokraten. u.Patrioten kämpfen koennen.