15 Angeklagte

:

Drogenhändler vor Gericht zu Deal bereit

Prozesses gegen 15 Angeklagte wegen bandenmäßigen Drogenhandels: Sie sollen in großem Stil Cannabis angebaut und im Raum Wismar und Grevesmühlen verkauft haben (Archivbild).
Prozesses gegen 15 Angeklagte wegen bandenmäßigen Drogenhandels: Sie sollen in großem Stil Cannabis angebaut und im Raum Wismar und Grevesmühlen verkauft haben (Archivbild).
Danny Gohlke

Zwei Männer sollen mit mehreren Komplizen Marihuana angebaut und verkauft haben. Beim Prozess am Schweriner Landgericht lassen sich die meisten Angeklagten auf einen Deal mit dem Richter ein.

Der Drogenprozess gegen 15 Angeklagte am Schweriner Landgericht wird möglicherweise getrennt weitergeführt. Hintergrund ist die Bereitschaft von zehn der Angeklagten, umfassende Geständnisse abzulegen.

Die Richter hatten zuvor in einem nicht öffentlichen Verständigungsgespräch mit Staatsanwaltschaft und Verteidigern für diesen Fall die zu erwartenden Höchststrafen festgesetzt. Wie das Gericht am Montag zu Beginn des zweiten Verhandlungstages mitteilte, würden die Strafen zwischen acht Monaten auf Bewährung und maximal zwei Jahren und neun Monaten Haft betragen.

Jahrelange Drogengeschäfte

Auch die beiden Hauptangeklagten, die zwischen 2010 und 2015 mit jeweils unterschiedlichen Komplizen im Westen Mecklenburgs sieben Cannabis-Plantagen betrieben haben sollen, stimmten dem sogenannten Deal zu.

Die Angeklagten sollen zwischen 2010 und 2015 in sehr unterschiedlicher Weise in illegale Drogengeschäfte in Nordwestmecklenburg verwickelt gewesen sein. Als Haupttäter gelten nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei 43 und 44 Jahre alte Männer. Sie sollen in der Region sieben Cannabis-Plantagen betrieben und die Ernten gewinnbringend verkauft haben.

Dieser Artikel wurde am Montag, 24. September, aktualisiert.