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Prozessbeginn nach Mord an Joggerin

Blumen, Kerzen und Schilder: die Trauer war groß.
Markus Scholz

Die Frau war zu Besuch bei ihren Eltern in Lübeck. Beim Joggen durch den Wald am ehemaligen Grenzstreifen kam es zu einer unheilvollen Begegnung. Die 29-Jährige wurde niedergestochen und verblutete. Ein vorbestrafter Sexualstraftäter steht deswegen nun erneut vor Gericht.

Der gewaltsame Tod der Joggerin aus Lübeck hat in ganz Norddeutschland Entsetzen hervorgerufen. Entsprechend groß war der Andrang, als am Dienstag im Schweriner Landgericht der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Mörder begann. Dem 45-jährigen ebenfalls aus Lübeck stammenden Angeklagten werden Mord, versuchte sexuelle Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. DNA-Spuren an einem Messer, das in Tatortnähe gefunden worden war, hatten auf die Spur des Mannes geführt.

Nach Verlesen der Anklage lehnte er es ab, Angaben zur Person zu machen. Auch zum Tathergang hüllte sich der unter anderem wegen versuchter Vergewaltigung vorbestrafte Mann weiter in Schweigen. Die junge Mutter war Anfang Juli zu Besuch bei ihren Eltern und wollte den Tag mit einem Lauf beginnen, als es zu der folgenschweren Begegnung in einem Wald zwischen Lübeck und der westmecklenburgischen Gemeinde Herrnburg kam.

Das Gericht, das sich nun unter anderem auf die Aussagen zahlreicher Zeugen und von Sachverständigen stützen muss, begann am Vortag mit der Beweisaufnahme. DNA-Spuren des 45-jährigen waren auf einem Messer sichergestellt worden, das den Ermittlungen zufolge am Tag nach der Tat von einem siebenjährigen Jungen in Tatortnähe entdeckt worden war. Bislang hat das Gericht noch neun Verhandlungstage bis Anfang Januar geplant.