MENSCHENRAUB IN GOLDBERG

Quartett soll 30-Jährigen entführt und misshandelt haben

Vier Verdächtige wurden festgenommen, weil sie einen Mann entführt, geschlagen und gedemütigt haben sollen. Danach fuhren sie mit ihm zu einer Bank, wo er Geld abheben musste.
dpa
In Goldberg sollen vier Tatverdächtige eine Mann entführt und geschlagen haben (Symbolbild).
In Goldberg sollen vier Tatverdächtige eine Mann entführt und geschlagen haben (Symbolbild). Karl-Josef Hildenbrand
Schwerin.

Weil sie einen 30 Jahre alten Mann gequält und gedemütigt haben sollen, sind zwei Männer und zwei Frauen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim in Untersuchungshaft genommen worden.

Den Verdächtigen im Alter von 21 bis 35 Jahren werde erpresserischer Menschenraub, räuberischen Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin am Freitag mit. Das Quartett sei am Donnerstag dingfest gemacht worden, nachdem das Amtsgericht der Landeshauptstadt Haftbefehl erlassen habe.

Es ist noch nicht lange her, dass auf der Insel Rügen eine vierköpfige Menschenraub-Gang geschnappt wurde.

Geschlagen und genötigt

Die Verdächtigen im aktuellen Fall sollen am Freitag vor einer Woche auf einer Veranstaltung in Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) den 30-Jährigen unter Androhung von Gewalt gezwungen haben, sich in ein Auto zu setzen und sie zur Wohnung einer der Beschuldigten zu begleiten. Dort sollen sie ihn abwechselnd mit weiteren Tätern geschlagen und genötigt haben, demütigende Handlungen vorzunehmen.

Freigelassen hatten sie den 30-Jährigen den Angaben zufolge erst am frühen Sonntagmorgen. Zuvor hätten sie ihn noch gezwungen, 150 Euro von seinem Konto abzuheben. Dabei sollen sie ihn zu einer Bank begleitet und während des Abhebens die Ausgänge bewacht haben, um eine Flucht zu verhindern.

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Kommentare (1)

Furchtbarer Einzelfall