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Rabatt-Unternehmen auf zweifelhaftem Kundenfang?

Hochglanzwerbung, die vielversprechend klingt – inklusive sofort erhältlicher Cashback-Card für den schnellen Einkauf.
Hochglanzwerbung, die vielversprechend klingt – inklusive sofort erhältlicher Cashback-Card für den schnellen Einkauf.
Ralph Sommer

Sie versprechen ihren Mitgliedern attraktive Prämien und müssen sich des Vorwurfs erwehren, ein Schneeballsystem zu betreiben. Nun streckt das Schweizer Unternehmen Lyoness seine Fühler in den Nordosten aus.

Mit dem Schweizer Rabattunternehmen Lyoness drängt ein weiterer Bewerber auf den Markt von Payback und Co. Dabei lockt der sich selbst als „Einkaufsgemeinschaft“ bezeichnende Konzern seine Mitglieder zunächst mit Boni und stellt langfristig gar Gewinne in Aussicht. 

Der Ruf des nach eigenen Angaben in über 33 europäischen Ländern tätigen Unternehmens dagegen ist alles andere als gut. So haben Klagen gegen Lyoness in Österreich und der Schweiz bereits mehrfach die Gerichte beschäftigt. Ex-Mitglieder und Verbraucherschutzverbände werfen Lyoness vor, ein schneeballähnliches Geschäftssystem zu betreiben. Zudem seien die Praktiken für den normalen Kunden nur schwer bis überhaupt nicht zu durchschauen. 

Wirtschaftsministerium schweigt zu dem Thema

In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, wo das Unternehmen bisher eigenen Angaben zufolge 540 beziehungsweise 400 Partnerhändler vom Autohaus bis zum Blumenladen für sich gewonnen hat, zeigen sich die zuständigen Stellen auf Nachfrage unserer Zeitung überrascht. „Die sind bei uns noch gar nicht aufgetaucht“, hieß es aus der Industrie- und Handelskammer. Auch das Schweriner Wirtschaftsministerium schwieg zu dem Thema. Joachim Geburtig von der Verbraucherzentrale MV gab an, im Rahmen seiner Arbeit noch nicht mit Lyoness in Kontakt gekommen zu sein. Und auch sogenannte Handelspartner – Geschäfte, in denen Lyoness-Mitglieder Preisvorteile genießen – wollen von den gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfen noch nichts gehört haben.

Corinna Sörensen, Sprecherin des Textildiscounters Takko, sagte: „Wir betrachten die Einkaufsgemeinschaft Lyoness als reine Vertriebsplattform und verkaufen darüber lediglich Einkaufgutscheine.“ Überrascht zeigte sich Christine Veauthier, zuständig für die Pressearbeit des Blumengroßhandels Fleurop, der auf der Lyoness-Internetseite mit sämtlichen Filialen als Partnerhändler auftaucht. „Lyoness hat nur Gutscheine von uns erworben, Rabatt in den Geschäften gibt es deshalb aber nicht“, so Veauthier. In Bezug auf die andernorts gegen Lyoness erhobenen Vorwürfe sagte Veauthier: „Wir werden das jetzt prüfen und dann sehen, wie wir weiter mit Lyoness umgehen.“ Mit dem heutigen Wissen hätte Fleurop „die Gutscheine sicher nicht verkauft“.

Kommentare (6)

Sehr gut recherchierter Artikel. In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits wegen Pyramidenspiel und Betrug über Lyoness. Es gibt bereits mehrere Hundert Geschädigte PErsonen. Ich empfehle jedem sich die neue Plattform über die Firma anzuschauen: http://www.plattform-lyoness-geschaedigte.at/

Hallo liebe Leser, als begeisterter Nutzer dieses kostenfreien Vorteilsprogramms möchte ich an dieser Stelle einige wesentliche Dinge erwähnen, die hier scheinbar ignoriert wurden - dadurch ergibt sich eine verzerrte und unsaubere Darstellung! Seit 3 Jahren erlebe ich Folgendes täglich: "Lyoness kostet mich nichts und bringt mir Geld!" Wer sich sachlich neutral eine Meinung bilden will, den wird sicher auch die Zertifizierung vom TÜV interessieren: http://www.certipedia.com/quality_marks/9105061030?locale=de . Der Artikel liest sich hingegen so, als würde Lyoness täglich damit beschäftigt sein, so viele Menschen wie nur möglich hinters Licht zu führen. Tatsächlich expandiert Lyoness seit nunmehr 10 Jahren sowohl im Bereich Kunden als auch bei angeschlossenen Partnerhändlern/-konzernen stetig. Mmmhh ... irgendwas muss ja dran sein am Slogan "Geld zurück bei jedem Einkauf";) Hey - jeder kann dies doch selbst ausprobieren - gratis - ohne Zwang zu irgendwas. Angeschlossene regionale Händler oder Kunden, die im Umgang mit der Karte vertraut sind, wurden hierbei gar nicht gefragt - stattdessen werden staatliche Institutionen interviewt. Mir ist neu, dass sich jedes international tätige Unternehmen sowohl bei der IHK als auch direkt beim Wirtschaftsministerium persönlich vorstellen muss?! Lyoness ist nun 10 Jahre am Markt und hat gerade am Anfang als aufstrebendes Unternehmen vieles ausprobieren, testen, initiieren müssen, weil es nichts vergleichbares am Markt gab/gibt. Vieles davon sehr erfolgreich - einiges weniger erfolgreich und teilweise mit Folgen bis heute. Wenn es sich um ein kostenfreies System handelt was Geld zurück bringt und wenn dann auf der anderen Seite eine Klage steht, sagt doch der gesunde Hausverstand, dass das nicht zusammen passt oder?! Es ist richtig, dass es einige Klagen gibt (facebook hat allein 400 täglich!). Zwischen Lyoness heute und Lyoness z. B. vor 5 Jahren gibt es gewaltige Unterschiede - belastende Aussagen sollten daher immer im zeitlich Kontext und nicht isoliert betrachtet werden. Ich bin der Meinung, dass die öffentliche Presse auch eine große Verantwortung hat! Durch einseitig recherchierte Artikel entsteht bei erstinformierten Bürgern leicht ein schier falsches Bild. Das ist nicht nur schade sondern auch unverantwortlich, denn bei hunderten bereits ansgeschlossenen regionalen Unternehmen wirkt Lyoness nachweislich umsatzsteigernd - gerade in unserer wirtschaftlich schwächeren Region mehr als wichtig wie ich finde! Artikel wie diese sind kontraproduktiv und schaden meiner Meinung nach dem Konsumenten, der sparen könnte. Wem nützt dieser Artikel - mir fällt niemand ein! Wer also täglich Geld sparen will, der sollte sich selbst eine Meinung bilden - alles Notwendige dazu ist transparent auf den firmeneigenen Webseiten dargestellt. Viel Spaß beim cashback. p.s. http://www.apps-bestenliste.de/produkt/2559-lyoness-mobile-app.html

Zu dem im Artikel angesprochenen dubiosen Premiummitgliedschaften sagen Sie gar nichts, Herr INGENIEUR. Warum sollte ich mich bei dem angeblich kostenlosen System anmelden, Geld anzahlen und dann andere Leute dazu bringen, mitzumachen? Ich wurde auch vor einiger Zeit von einer Bekannten angesprochen mir das mal anzusehen. Überzeugt hat mich das nicht.

Es funktioniert alles bestes und ich spare beim Einkaufen Was will man mehr Aktuelle Infos dazu habe ich im Netz gefunden Ly....ist ein Programm, an dem sich mehr als 3.200 Online Partner Unternehmen beteiligen. Kauft der Kunde in einem der angeschlossenen Partnershops ein, kann er so bis zu 2 Prozent des Einkaufswertes als Prämie zurück erhalten. Diese Prämie wird dem Kundenkonto des Nutzers gut geschrieben und wenn der Mindestbetrag erreicht wurde, wird der Betrag direkt auf das bei Ly....hinterlegte Bankkonto überwiesen. Um vom Shopping zu profitieren, muss man sich bei Ly...... anmelden. Das geht sehr schnell und man kann zunächst auch die 30 tägige Testmitgliedschaft nutzen. Wird innerhalb dieses Zeitraums kein Einkauf bei den Partnern von ly......com getätigt, so endet die Mitgliedschaft nach 30 Tagen. Ansonsten verlängert sich die kostenlose Mitgliedschaft um ein ganzes Jahr. Um mit Ly...s Geld zu sparen, können verschiedene Möglichkeiten genutzt werden. Entweder man besorgt sich die Cashback Card . Diese wird beim Einkauf im jeweiligen Partnershop vorgezeigt und schon erhält man 2% des Einkaufswertes auf seinem Kundenkonto gut geschrieben. Wer lieber online shoppen geht, kann ähnlich wie bei anderen bekannten Bonusprogrammen, direkt über die Webseite zu den einzelnen Partner-Shops wechseln und sich so seine Prämie sichern Eine weitere Variante ist Mobile Cashback Option. Mit der mobilen App kann der Kunde Gutscheine erwerben, mit denen man bargeldlos seinen Einkauf beim jeweiligen Partnerunternehmen bezahlen kann. Auch hier, wird die Vergütung nach dem Kauf, auf dem Kundenkonto verbucht. Wer keine Möglichkeit hat, die mobile App zu nutzen, kann die Gutscheine auch telefonisch oder im Online-Shop erwerben, um sie anschließend bargeldlos bei den Partnerunternehmen einzulösen.

Wer kaufmännisch denkt und sich mal mit dem System beschäftigt hat, versteht sofort das bei diesen System nur einer Verdient - die ganz oben. Es sind schon mehr als unseriöse Methoden mit denen diese Firma Ihre Opfer sucht. Lyoness wird nicht umsonst mit Klagen überhäuft und ich hoffe das man diesem System endlich mal das Handwerk legt. Besonders schlimm finde ich das sie naive Menschen locken mit horenden Gewinn Versprechungen, diese ziehen dann wie doof los um diese Karte zu verticken. Bis sie merken wie sehr sie hinters Licht geführt werden ist alles zu spät. Das sind schlichtweg Verbrecher die sich bereichern. So was sollte verboten werden. Einkaufsgemeinschaft schönes Deckmäntelchen. Und warum bekommt diese Firma nur kleine Geschäfte/Unternehmen da diese meist jeden Strohhalm nehmen um zu überleben nur hier werde sie schlichtweg verarscht!

Wer kaufmännisch denkt und sich mit unserem gesamten System auseinandergesetzt hat, versteht sofort, dass die ganz oben immer mehr verdienen, dass die ganz oben immer ein gutes Geschäft machen wollen, dass die Pioniere immer mehr verdienen werden als Nachzügler und dass es immer Neider geben wird. In der Tat hat Lyoness nur kleine Geschäfte, wie beispielsweise McDonald's, ATU, Christ, Karstadt, Quelle, usw ... Ich als Neuling bei Lyoness sollte meine Mitgliedschaft vielleicht überdenken, weil Menschen mit Fackeln und Heugabeln vor meinem Haus stehen und Rufen: Verbrecher! Nein, ich kaufe dann lieber bei Lyonessgeschäften und bekomme Geld wieder :)