NAZI-VERGANGENHEIT

Ralph Weber (AfD) trennt sich von Mitarbeiter

Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion MV hat sich von einem Mitarbeiter mit Nazi-Vergangenheit getrennt.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Der Greifswalder Jura-Professor und AfD-Landtagsabgeordnete ist nicht mehr Arbeitgeber von M.G.
Der Greifswalder Jura-Professor und AfD-Landtagsabgeordnete ist nicht mehr Arbeitgeber von M.G. Jens Büttner
Schwerin.

Der Greifswalder Jura-Professor und AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber hat sich von seinem Mitarbeiter M.G. mit rechtsextremer Vergangenheit getrennt. „Ich bin seinem eigenen Wunsch nach einem Aufhebungsvertrag nachgekommen.” Denn M.G. habe ihm gegenüber die Unwahrheit gesagt, als es bei der Einstellung um eine mögliche Nähe zu Nazi-Gruppierungen gegangen sei:. „Unwahrheiten kann ich überhaupt nicht akzeptieren“, so Weber.

Weber war Anfang Dezember in die Kritik geraten, als durch Recherchen der „Welt” bekannt geworden war, dass er den früheren Neonazi M.G. in seinem Wolgaster Wahlkreisbüro als Mitarbeiter angestellt hatte. Der aus Berlin stammende Mann hatte regelmäßig an Demos der NPD und NPD-naher Gruppierungen in Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen. Sowohl in Berlin als auch in Greifswald durchsuchten Ermittler seine Wohnungen, stellten dabei unter anderem Nazi-Devotionalien und Schriftstücke verbotener Nazi-Gruppierungen sicher.

Auch verurteilt wurde der Mitarbeiter Webers mehrfach: Zuletzt 2014, wegen Körperverletzung, weil er am Rande einer NPD-Demo einen Gegendemonstranten verletzt hatte. Weber hatte in diesem Zusammenhang zuerst von „Jugendsünden“ gesprochen und auch den Nordkurier für seine Berichterstattung zu dem Fall heftig kritisiert.

 

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