Parteiaustritt

Ralph Weber offiziell aus der AfD ausgetreten

Der ehemalige AfD-Landtagsabgeordnete trat noch einmal ordentlich gegen seine alte Partei nach. Proteste gegen seine Person gibt es auch an seiner neuen alten Arbeitsstelle.
dpa
Er galt als einer der schillerndsten Persönlichkeiten der AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Nun ist er offiziell aus der Par
Er galt als einer der schillerndsten Persönlichkeiten der AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Nun ist er offiziell aus der Partei ausgetreten und arbeitet wieder als Professor an der Universität Greifswald. Daniel Bockwoldt
Greifswald

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Ralph Weber ist aus der AfD ausgetreten. Nach eigener Aussage habe er ein entsprechendes Schreiben am späten Montagabend an die Landes- und Bundesgeschäftsstelle der Partei per E-Mail geschickt. Bei der Landesgeschäftsstelle wollte man sich zunächst nicht äußern. Der Vorstand werde das zu gegebener Zeit tun, hieß es.

Von Professorenpartei zum burschenschaftlichen Milieu

Als Grund für seinen Austritt führt Weber in dem Schreiben unter anderem an, dass sich die Partei verändert habe. Habe sie anfangs mitunter als Professorenpartei gegolten, dominierten jetzt Seilschaften etwa aus dem burschenschaftlichen Milieu. Mandatsträger wollten durch die Politik ihren Lebensunterhalt finanzieren, weil sie es ansonsten nicht wollen oder können.

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Statt Leistung gehe es etwa bei Listenwahlen um unkritische Gefolgschaftstreue. Weber hatte schon in der Vergangenheit Parteimitglieder deutlich kritisiert. Der Landesvorstand MV hatte ein Parteiausschlussverfahren wegen parteischädigenden Verhaltens gegen ihn eingeleitet.

2016 hatte der als Rechtsaußen geltende Rechtswissenschaftler das Direktmandat im Wahlkreis um Wolgast geholt, aber war zuletzt von der eigenen Partei nicht mehr aufgestellt worden.

Proteste an der eigenen Universität

Am Dienstag sollte er an der Universität Greifswald seine erste Vorlesung nach der Rückkehr aus der Landespolitik geben. Vor der Rückkehr hatte es Kritik aus der Studierendenschaft gegeben und Proteste waren angekündigt worden. Bis zu 350 Demonstranten werden erwartet.

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Kommentare (1)

ist ihm doch viel zu weit "links"...