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Rassistischer Angriff auf Gambier in Rostock

In Rostock sollen Unbekannte einen Mann aus Gambia rassistisch beleidigt und dann vermutlich mit einem Hammer brutal geschlagen haben. Die Polizei sucht einen Tatverdächtigen mit Werkzeuggürtel.
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dpa
Ein Mann aus Gambia wurde in Rostock brutal niedergeschlagen.
Ein Mann aus Gambia wurde in Rostock brutal niedergeschlagen. Nordkurier
Rostock.

Unbekannte sollen am Montagabend in Rostock einen Mann aus Gambia angegriffen und schwer verletzt haben. Der 35-Jährige sei im Stadtteil Lütten-Klein (Osloer Straße) zunächst von zwei Männern und einer Frau aggressiv rassistisch beleidigt, nachdem er aus einem Supermarkt kam. 

Ein noch unbekannter Täter trat schließlich aus der Gruppe hervor, stieß den 35-Jährigen zurück und soll dann - vermutlich mit einem Hammer - dem Mann ins Gesicht geschlagen haben, hieß es von der Polizei. Er habe unter anderem einen Nasenbeinbruch, eine Gehirnerschütterung sowie eine aufgeplatzte Lippe erlitten, sagte eine Polizeisprecherin. Er muss in den kommenden Tagen operiert werden.

Polizei sucht Tatverdächtigen

Der Staatsschutz sucht den Angaben zufolge nun nach einem etwa 20 bis 25 Jahre alten und 1,80 Meter großen Mann mit blonden kurzen Haaren und sportlicher Statur. Er habe Arbeitskleidung, einen schwarzen Pullover, eine schwarze Hose und einen Werkzeuggürtel getragen, an dem auch der Hammer und andere Werkzeuge gehangen haben sollen.

Die weibliche Begleitung des Mannes wird wie folgt beschrieben:

  • Alter: Anfang/Mitte 20
  • rote, mittellange Haare, Bobfrisur
  • dunkle Kleidung

Eine sofort eingeleitete Suche blieb erfolglos. Allerdings konnte die Polizei Spuren sichern, die nun umfangreich ausgewertet werden. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. Da die Polizei von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgeht, hat der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rostock die Ermittlungen übernommen.

Zeugen, die Hinweise zu dem Tatverdächtigen bzw. seiner Begleitung oder generell zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich telefonisch beim Kriminaldauerdienst Rostock (0381 / 4916 1616) zu melden.

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