USEDOM-MORDPROZESS

Rechtsmedizin findet DNA-Spuren an Marias Hose

Im Prozess um den Mord an Maria K. auf Usedom haben am Donnerstag erste Gutachter ausgesagt. Ein Rechtsmediziner hat eine brisante Spur gefunden.
dpa
Maria K. soll von den Angeklagten auf grausame Weise getötet worden sein.
Maria K. soll von den Angeklagten auf grausame Weise getötet worden sein. ZVG
Der 19-jährige Angeklagte (2.v.l.) am Tag des Prozessbeginns im Gerichtssaal.
Der 19-jährige Angeklagte (2.v.l.) am Tag des Prozessbeginns im Gerichtssaal. Stefan Sauer (Archiv)
Stralsund ·

Mit der Befragung einer Rechtsmedizinerin ist am Donnerstag der Prozess im Landgericht Stralsund um die Ermordung der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz auf Usedom fortgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft zwei 19 und 21 Jahre alten Männern vor, die schwangere junge Frau im März heimtückisch und aus Mordlust getötet zu haben. Sie wollten einen Menschen sterben sehen, hieß es in der Anklage. 

Die Gutachterin führte aus, dass im unteren Bereich der Hose Marias DNA-Spuren des älteren Angeklagten gefunden worden seien. Es handele sich dabei um eine Spur von mehreren Menschen, eine sogenannte Mischspur. Der Staatsanwalt wertet dies als „schweres Indiz“ dafür, dass der ältere Angeklagte Maria während der Tat an den Beinen festgehalten haben könnte“. Dies hatte der jüngere Angeklagte behauptet, der Ältere hatte dies jedoch bestritten.

Der Prozess wird am Donnerstag mit der Anhörung der psychiatrischen Gutachter fortgesetzt.

+++ Alle Nordkurier-Artikel zum Mordfall Maria K. auf Usedom finden Sie hier +++

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Stralsund

zur Homepage