OBDUKTIONEN

Rechtsmediziner zweifeln an der Zahl der Corona-Toten

Rostocker Rechtsmediziner gehen aber davon aus, dass die Zahl der Corona-Toten in der Statistik zu hoch ist. Das Gesundheitsministerium von MV will das näher untersuchen.
Sind wirklich mehr als 900 Menschen in MV an Covid-19 gestorben? Mediziner fordern, dass mehr Obduktionen durchgeführt we
Sind wirklich mehr als 900 Menschen in MV an Covid-19 gestorben? Mediziner fordern, dass mehr Obduktionen durchgeführt werden, um das genau zu klären. Bernd Wüstneck
Rostock ·

Der Direktor der Rechtsmedizin an der Universität Rostock, Andreas Büttner, hat viel häufigere Obduktionen von mutmaßlich an Covid-19 gestorbenen Menschen gefordert. Bisherige Studien unter anderem in Rostock zeigten, dass die Zahl der tatsächlich an dem Virus Verstorbenen niedriger ist, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen, sagte Büttner. Nur mit einer höheren Zahl von Obduktionen und einer vernünftigen Statistik könnten der Bevölkerung Ängste genommen werden, was zu einer Reduzierung der Verunsicherung führen könnte.

Laut der im Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichten Rostocker Studie wurden in den vergangenen Monaten 17 verstorbene Patienten obduziert, bei denen das Virus als todesursächlich registriert wurde. Bei drei von ihnen konnte das Virus als Ursache für den Tod ausgeschlossen werden. „Sie verstarben zweifelsfrei an einer anderen Todesursache“, betonte Büttner. Bei vier von ihnen sind die Untersuchungen zur Todesursache noch nicht abgeschlossen, da noch Ergebnisse von Zusatzuntersuchungen ausstehen. Nur bei zehn Verstorbenen konnte bisher die Virusinfektion als eindeutiger Grund des Todes festgestellt werden.

Weiterlesen: 575 neue Corona-Fälle am Mittwoch – und vier Tote

Nicht jeder Fall dürfe in die Statistik aufgenommen werden

„Damit wird der allgemeine Eindruck bestätigt, dass man nicht nur an, sondern auch mit dem Coronavirus stirbt“, sagte Büttner. Die Folge davon sei, dass nicht jeder, der stirbt und Corona-positiv ist, in die Statistik aufgenommen werden dürfe. „Damit wird eine viel höhere Sterberate assoziiert, als sie wirklich ist.“ Ein zusätzlicher Effekt der rechtsmedizinischen Untersuchungen könne sein, dass wichtige klinische Daten für künftige Therapien erhoben werden.

Auf die Rostocker Studie angesprochen, reagierte das Gesundheitsministerium zurückhaltend. „Es handelt sich bei den Aussagen um Hinweise, die einer weiteren wissenschaftlichen Betrachtung unterzogen werden müssen. Aus den bisherigen Zahlen der Obduktionen sind derzeit keine sicheren Erkenntnisse abzuleiten. Über eine höhere Obduktionszahl ließen sich gegebenenfalls die genannten Vermutungen bestätigen oder widerlegen“, teilte ein Sprecher mit. Mehr Obduktionen von mutmaßlich an Covid-19 Verstorbenen könnten zur Klärung führen, ob ein Mensch an Corona oder mit Corona verstorben sei.

Ministerium betont: Keine Panikmache

Die Landesregierung würde eine entsprechende Datengewinnung durch die Übernahme der Kosten für die Überführung von Leichnamen an die pathologischen Institute in Mecklenburg-Vorpommern zur Durchführung von Obduktionen unterstützen, hieß es aus dem Ministerium weiter.

Ob mit vermeintlich zu hohen Corona-Todeszahlen Panik und Verunsicherung in der Bevölkerung geschnürt werde, wollte das Ministerium nicht bestätigen. „Laut Studie war bei 58 Prozent die Todesursache Covid-19 die richtige Diagnose, bei 23 Prozent der Verstorbenen ist Covid-19 als Ursache noch nicht ausgeschlossen. Differenzen lassen sich auch im Rahmen der Obduktion von an Covid-19-Verstorbenen nachweisen, wie sie sich für verschiedene Todesursachen nachweisen lassen“, so der Sprecher.

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Kommentare (14)

Auch wenn der Inhalt interessant ist, verstehe ich die Wiederholung nicht. Das gleiche wurde doch gestern schon mal als Artikel veröffentlicht. Zu wenig Klicks?

Interessant wären mögliche Motive. Gibt für diese Diagnose eine höhere Abrechnung? Gibt es Prämien (Artikel im NK Neubrandenburg)?
Wo ein Motiv, da ein Weg.

Das einzige was der Artikel bewirkt ist, daß die Bevölkerung noch weiter verunsichert wird. Was macht es denn für einen Unterschied ob 50.000 oder 80.000 Tote gezählt werden? Es ist furchtbar. Was soll das lieber NK?

Es ändert nichts! Es kommt auch niemand auf die Idee die ungetestet verstorbenen zu obzuzieren um die Dunkelziffer auch zu berücksichtigen.

Unsere Intensivstationen sind voll. Ein Covid Patienten bindet in der Intenivbetreuung extrem viele Ressourcen die anderen Patienten dann nicht zur Verfügung stehen. Es ist zu dem Zeitpunkt egal woran der Patient später verstirbt. Leider haben wir zur Zeit überproportional viele Covid Patienten. Deswegen werden in einigen Häusern bereits OP's verschoben.

Nicht Covid Patienten die dadurch zu spät versorgt werden und anschließend versterben sind auch Opfer der Pandemie. Darum geht es doch wenn von der Überlastung des Gesundheitssystems die Rede ist.

Die tausenden Covid Überlebenden aber langzeitgeschädigten Patienten welche z. Teil arbeitsunfähig bleiben sind ebenfalls nicht im Sterberegister. Sie sind jedoch da und die Kosten trägt die Allgemeinheit.

Aber sicher Mailänder. Nur ihr Problem ist. Sie können die Wahrheit nicht vertragen. Ihr Weltbild bröckelt, das wollen sie unter allen Umständen vermeiden. Ich habe solche Leute wie sie durchschaut.

von 17 verstorbenen Corona-Patienten lässt sich gar nichts nachweisen! Dazu gibt es schon aussagekräftigere Ergebnisse, die bestätigen, dass die meisten Obduzierten AN Corona verstorben sind:
https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/die-meisten-sterben-an-corona-nicht-mit/
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115799/COVID-19-bei-Mehrzahl-der-Betroffenen-auch-die-Todesursache

Ausser man wohnt in Mailand. Und dann am Schluss lenken sie wieder ab. Wissen Sie was bringen Sie sich und ihresgleichen auf Linie.

Es ändert sehr wohl etwas, ob 50 oder 80T Verstorbene der Allgemeinheit überall präsentiert werden. Denn nach nunmehr bereits 2 Saisons sind es dann schon nicht mehr als in etwas schwereren Grippewellen.
Schon die alten Ägypter wussten um die unverzichtbaren Erkenntnisgewinne durch Obduktionen. Die Anweisung des RKI, darauf insbesondere bei einer angeblich neuartigen, schlimmen Krankheit, zu verzichten, lässt nur einen Schluss zu: man hat etwas zu verbergen! In jedem Tatortkrimi würde man dies sofort vermuten.
Da der PCR-Test keine Infektionen nachweisen kann, sind die Zahlen mehr als zweifelhaft. Und zwar nicht nur die der angeblich Infizierten, sondern auch die der Intensivpatienten und der Verstorbenen.
Weiterhin müsste man ja wohl zunächst die (in der Pandemie!) 20 Kliniken, die 2020 geschlossen wurden, wieder öffnen, sowie die über 8000! Intensivbetten, die abgebaut wurden, wieder in Betrieb nehmen, bevor man vor einer zu hohen Belastung des Gesundheitssystems spricht. Das ist so schon ein Skandal, in einer Pandemie mehr als unverantwortlich und eindeutig gesundheitsschädlich! Die über 10T Reservebetten wurden bisher überhaupt nicht benötigt. Nach Analysen der IQM (Initiative Qualitätsmedizin) haben 2/3 der Intesivpatienten und Verstorbenen nicht mal einen pos. Test!, werden aber trotzdem als Covidfälle gerechnet.
Es ist schlicht eine Verbreitung falscher Panik, von einer dramatischen Auslastung zu sprechen. Diese Auslastung gibt es jedes Jahr, ja, sie wird sogar angestrebt, denn leere Intensivbetten sind teuer und das System ist komplett auf Profitorientierung ausgelegt worden. Auch das ist ein Skandal und dient in keinster Weise der Gesundheit.
Die Zyklen bei der Auswertung der Proben sind absurd hoch und werden nicht angegeben. Damit ist jeder! Covidfall unwissenschaftlich und anzuzweifeln.
Und über Langzeitschäden ist so gut wie nichts bekannt. Dies zu behaupten, entbehrt ebenso jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Ebenso lösen sich die Inzidenzwerte nahezu in Luft auf, wenn man endlich, wie von der WHO gefordert, nur die Fälle berücksichtigt, die auch tatsächlich klinische Symptome haben. Die (völlig willkürlich) festgelegten Grenzwerte wären damit deutlich unterschritten. Deren Aussagekraft ist ohne die Berücksichtigung der Anzahl der Tests unbrauchbar.
Die permanent Panik stiftenden Behauptungen werden nicht dadurch wahrer, wenn man sie ständig wiederholt.

längst widerlegten Unsinn. Jeder Corona-Intensivpatient und jeder an Corona Verstorbene hat einen positiven, vom Labor bestätigten SARS-CoV-2-Test.
Der PCR-Test weist mit hoher Sicherheit eine Infektion nach. Und zu den Obduktionen noch einmal die Tatsachen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115799/COVID-19-bei-Mehrzahl-der-Betroffenen-auch-die-Todesursache

Der NK berichtet gerade. Nehmen Sie doch diese Artikel bitte auch zur Kenntnis. Die Situation ist kritisch. Natürlich wären 30.000 ein Unterschied. Es ändert jedoch nichts an der Überlastung des Gesundheitssystems. Hier bröckelt auch kein Weltbild. Die steigenden Zahlen unserer Kliniken bestätigen es vielmehr. Im Krisenstab Berlin laufen die Zahlen aller Häuser zusammen. Meldungen wie die aus Rostock kommen dort auch an, sie ändern jedoch offensichtlich nichts an der Lage. Wer sollte denn ein Interesse daran haben eine solche Situation künstlich zu erzeugen?

Vergessen Sie bitte nicht.: Das Virus ist der Feind, nicht der Staat oder die Gesellschaft.

Anstatt Personal und die Kapazitäten in der Intensivstation aufzustocken, hat man trotz Pandemie auch weiter kräftig abgebaut. Kein Wunder das so viele Menschen nun an Unterversorgung sterben.

bekannt, dass bis zu 50 % der Leichenschauen zumindest "mangelhaft" erfolgen. Die Rechtsmediziner fordern schon lange, dass entweder nur spezielle Leichenschauärzte - wie es sie jetzt schon in großen Krematorien gibt - die Schau vornehmen oder diejenigen, die zu diesem Dienst herangezogen werden, ganz speziell und konsequent dafür qualifiziert werden.
In Zusammenhang mit Corona allerdings ist es - wie schon in einigen Quellen zu lesen war - zu Beurkundungen gekommen, die zumindest "zweifelhaft" gewesen sind und deren Zustandekommen in einigen "Kreisen" scheinbar zumindest nicht unerwünscht war.
Von solchen Fällen liest man natürlich nichts.
Folgenlos sind sie jedoch für uns alle nicht - wie man jeden Tag den Statistiken entnehmen kann, die uns in den Nachrichten um die Ohren gehauen werden, die Angst erzeugen (sollen)...und zur Begründung von immer abstruseren Verordnungen herhalten.

man hat sich jetzt für diesen Weg entschieden. Unser restliches Leben wird aus Lockdowns bestehen, auch die Impfung wird daran nicht viel ändern. Irgendwo wird es immer mal wieder Infektionen geben. Man wusste es bereits vor einem Jahr. Wie Steinmeier damals schon sagte und wußte.....das Leben wird nie wieder wie vor Corona. Gewöhnt euch besser dran, Normalität war gestern, die kommt nicht mehr wieder.

ist zu befürchten und es hat seine Gründe.
Darum wird es Zeit, die Regierung zu wechseln.
Ob es andere besser machen weiß ich nicht. Es wäre einfach schon dadurch besser, dass es vielleicht anders wäre. Übler als jetzt kann man uns doch garnicht mehr mitspielen...

2018 etwa 25.000 ... wieso nehmen sie, liebe Querdenker hier, diese Zahl so ernst? Während sie die Zahl der Covidtoten in Frage stellen? Langzeitgeschädigte Der Grippe kannte ich persönlich übrigens mein ganzes Leben nicht. Geschädigte Covid überlebende und dadurch voll Berufsunfähige kenne ich innerhalb eines Jahres jedoch persönlich.

Das hat sich ihrer Ansicht nach also alles nur unsere Regierung ausgedacht? ..und warum?