Landtag MV

Rede eines AfD-Abgeordneten soll abgekupfert sein

Eine Rede von Christoph Grimm ist angeblich vom Internetportal „Netzpolitik.org” abgeschrieben. Der AfD-Politiker hingegen sagt, dass ihn keine Schuld treffe.
Gerald Bahr Gerald Bahr
In der Rede ging es um das Thema "Änderungen im Datenschutz". Der Inhalt stammte aber nicht aus der Feder von Christoph Grimm.
In der Rede ging es um das Thema "Änderungen im Datenschutz”. Der Inhalt stammte aber nicht aus der Feder von Christoph Grimm. Jens Büttner
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Schwerin.

Das Landtagspräsidium lässt eine Rede des AfD-Abgeordneten Christoph Grimm in der Debatte zu Änderungen im Datenschutz im Landtag auf Plagiate prüfen. Wie dem CDU-Abgeordneten Torsten Renz am Mittwoch aufgefallen war, stammten große Passagen wahrscheinlich aus dem Internetportal „Netzpolitik.org”. Autor dieses Textes vom April 2017 sei Ingo Dachwitz, berichtete der Sender NDR 1 Radio MV.

Den eigentlichen Urheber hatte Grimm aber nicht als Quelle benannt und damit gegen Zitierregeln verstoßen. Ihm droht nun eine Rüge. Er habe erst am Montag von dem Rede-Auftrag erfahren und die Sache dann in die Hände eines Mitarbeiters gegeben, sagte Grimm dem Sender. Er habe sich darauf verlassen, „dass da etwas Ordentliches vorbereitet wird”. Ihn persönlich treffe keine Schuld.