Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Die MV-Regierung wird am Donnerstag zur aktuellen
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Die MV-Regierung wird am Donnerstag zur aktuellen Corona-Lage im Land beraten. Jens Büttner / Archivbild
Sondersitzung

Regierung berät über aktuelle Corona-Lage in MV

Auch in MV breitet sich Omikron aus. Bevor in einer Bund-Länder-Konferenz neue Corona-Regeln beschlossen werden, befasst sich die Landesregierung in Schwerin mit möglichen Szenarien.
dpa
Schwerin

Unmittelbar vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage befasst sich die Landesregierung am Donnerstag in Schwerin in einer weiteren Sondersitzung mit der Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und möglichen Konsequenzen.

Über die Feiertage war die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen spürbar gesunken. Doch führen Experten diesen Trend vor allem auch auf die geringere Zahl von Corona-Tests in der Ferienzeit zurück. Bereits am Dienstag waren die Fallzahlen wieder sprunghaft gestiegen und Virologen erwarten mit der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Variante einen weiteren Zuwachs.

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Kontaktmöglichkeiten massiv eingeschränkt

Die rot-rote Landesregierung hatte bereits vor Weihnachten präventiv die Kontaktmöglichkeiten massiv eingeschränkt. Zudem gelten die bundesweit mit schärfsten Zugangsbestimmungen für Gaststätten und Hotels. Museen, Theater und Kinos sind in weiten Teilen des Landes geschlossen. In den Schulen sind drei Corona-Tests pro Woche Pflicht.

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Der Ludwigsluster Landrat Stefan Sternberg (SPD), der mit im Corona-Expertenrat der Bundesregierung sitzt, forderte mehr bundeseinheitliche Regelungen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem bei den Zugangsbeschränkungen für Gaststätten.

Neue Corona-Beschlüsse geplant

Am Freitag wollen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder den weiteren Kurs in der Pandemie festlegen und neue Beschlüsse fassen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach sich vor dem Hintergrund rapide steigender Infektionszahlen bereits für härtere Kontaktbeschränkungen aus, ohne aber konkret zu werden.

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Im Gespräch ist auch eine Verkürzung der Quarantäne für Kontaktpersonen, um bei hohen Infektionszahlen wichtige Versorgungsbereiche aufrecht erhalten zu können. Dazu zählen neben dem Gesundheitssystem auch Energie- und Wasserversorgung oder die öffentliche Sicherheit. Ein Krisenstab der Landesregierung, an dem auch Kommunalverbände, Versorger und Rettungsverbände beteiligt sind, tagt regelmäßig, um Einsatzszenarien zu entwickeln.

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