Die Werft in Rostock Warnemünde kämpfte zuletzt mit leeren Auftragsbüchern. Jetzt hat sich die Lage vorerst sta
Die Werft in Rostock Warnemünde kämpfte zuletzt mit leeren Auftragsbüchern. Jetzt hat sich die Lage vorerst stabilisiert. Jens Büttner
Schiffbau

Rettender Auftrag für Rostocker Neptun-Werft

In der Neptun-Werft in Warnemünde mussten Mitarbeiter zuletzt um ihre Jobs bangen. Nun hat das Unternehmen einen neuen Auftrag an Land gezogen.
dpa
Rostock

Die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde hat nach eigenen Angaben eine Beschäftigungslücke dank eines neuen Auftrags geschlossen. Bis 2023 werde auf der Werft der 120 Meter lange Rumpf einer großen Yacht gebaut, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es handele sich um eine Kooperation der Meyer Gruppe, zu der die Werft gehört, und der Yachtwerft Abeking & Rasmussen bei Bremen, wo das Schiff fertiggestellt werden soll. Details zum Schiff nannte das Unternehmen unter Verweis auf vereinbarte Vertraulichkeit nicht.

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Standort Rostock vorerst gesichert

Für die Werft handele es sich um einen wichtigen Schritt, um die letzte kurzfristige Auslastungslücke für das kommende Jahr zu schließen, hieß es. Zusammen mit der Kooperation mit der Lürssen Werft bei der Konstruktion und dem Bau zweier Marine-Tankschiffe sowie weiteren Aufträgen für den Bau von sieben Maschinenraum-Modulen sichere der neue Auftrag den Standort.

Die Neptun Werft beschäftigt nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter und gehört seit 1997 zur Meyer Gruppe. Hier werden demnach Maschinenraummodule für die Kreuzfahrtschiffe der beiden Werftstandorte in Papenburg und im finnischen Turku, aber unter anderem auch Flusskreuzfahrtschiffe gebaut. Die Werft hatte im zurückliegenden Jahr wegen der Corona-Krise Arbeitsplätze abgebaut.

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