LANDGERICHT NEUBRANDENBURG

▶ Rettungssanitäter sagen im Mordprozess Leonie aus

Am zweiten Tag des Mordprozesses im Fall Leonie sagen die aus, die als erste am Tatort waren. War das Mädchen schon tot, als der angeklagte Stiefvater den Notruf absetzte?
Nordkurier Nordkurier
dpa
Kurz nach ihrem sechsten Geburtstag starb die kleine Leonie in Torgelow. Stefan Sauer/dpa
Neubrandenburg.

Am Landgericht Neubrandenburg läuft am Mittwoch der zweite Verhandlungstag im Prozess gegen David H., den Stiefvater der in Torgelow getöteten sechsjährigen Leonie. Vier Zeugenaussagen von Rettungssanitätern und dem Notarzt sollen die Frage klären, ob das Mädchen schon tot war, als der Stiefvater den Notruf wählte.

Die Rettungskräfte hatten Leonie am Abend des 12. Januar leblos im Bett in der Wohnung der Familie gefunden. Nur wenige Augenblicke vorher soll das Kind im Hintergrund eines Telefonats des Stiefvaters mit der Rettungsleitstelle noch geweint haben, was für die Ermittler bisher ein Widerspruch blieb. Auch eine Rechtsmedizinerin wird aussagen.

Dem 28-Jährigen Stiefvater wird Mord durch Unterlassen und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Um die Misshandlungen zu verdecken, habe der Angeklagte mit Wissen der Mutter erst später die Retter alarmiert. Der Angeklagte schweigt bislang vor Gericht, will aber später aussagen. Zuvor hatte er als Ursache für Leonies Verletzungen einen Treppensturz angeführt. Auch gegen die Mutter wird ermittelt. Sie soll im Oktober als Zeugin gehört werden. Schon der erste Prozesstag am Dienstag ließ in tiefste menschliche Abgründe blicken.

+++ Alle Nordkurier-Artikel zum Todesfall Leonie finden Sie hier +++

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage