Die Bergung des umgeknickten Kranes der Firma Liebherr in Rostock hat begonnen.
Die Bergung des umgeknickten Kranes der Firma Liebherr in Rostock hat begonnen. Bernd Wüstneck
Der Offshore-Kran an Bord des Spezialschiffs „Orion” war Anfang Mai bei einem Test beschädigt worden.
Der Offshore-Kran an Bord des Spezialschiffs „Orion” war Anfang Mai bei einem Test beschädigt worden. Bernd Wüstneck
Er soll nun repariert werden.
Er soll nun repariert werden. Bernd Wüstneck
Nach Unfall

Riesen-Kran in Rostock wird geborgen

Die Bergung des zerstörten Schwerlastkrans – der größte Offshore-Kran, den Liebherr je baute – im Überseehafen Rostock hat begonnen. Zwölf Menschen waren bei einem Unfall verletzt worden.
dpa
Rostock

Im Rostocker Überseehafen hat die Bergung des umgeknickten Kranes der Firma Liebherr begonnen. Der Offshore-Kran an Bord des Spezialschiffs „Orion” war Anfang Mai bei einem Test beschädigt worden.

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Er soll nun repariert werden. In einem ersten Schritt ist am Dienstag das Schiff mit dem lädierten Schwerlastkran an einen sicheren Liegeplatz gebracht worden. Dort sollen die beschädigten Bauteile des Kranes abgebaut werden. Die Arbeiten beginnen einem Firmensprecher zufolge noch im September und sollen Anfang 2021 abgeschlossen sein.

Kran wird neu aufgebaut

Im Laufe des Jahres 2021 soll der Kran dann neu aufgebaut werden. Einige Bauteile, darunter der 145 Meter lange Kranausleger, müssen neu gefertigt werden. Die Stahlbauarbeiten sollen in diesem Monat im Rostocker Liebherr-Werk beginnen.

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Nach Firmenangaben handelt es sich um den größten Offshore-Kran, den Liebherr je gebaut hat. Er hat eine Hubleistung von bis zu 5000 Tonnen bei einer Ausladung von 35 Metern und einer maximalen Hubhöhe von 175 Metern über Deck. Der Kran kann auch zum Rückbau ausgedienter Offshore-Öl- und Gas-Förderanlagen eingesetzt werden, bei denen große und schwere Teile auf offener See demontiert werden müssen.

Bei einem Test am 2. Mai war ein Haken bei 2600 Tonnen gebrochen, der laut Liebherr von einem externen Lieferanten stammte. Zwölf Menschen waren bei dem Unfall verletzt worden. Der Schaden beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

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