GEFÄHRLICHER SCHÄDLING

Riesenkäfer aus Asien frisst Bäume in MV

Der Asiatische Laubholzbockkäfer hat offenbar Warnemünde erreicht. Die Lage ist ernst, denn das Insekt kann ganze Wälder vernichten und muss eliminiert werden. Sogar Suchhunde kommen zum Einsatz.
Dieser Käfer kann ganze Wälder vernichten.
Dieser Käfer kann ganze Wälder vernichten. Jens Wolf
Warnemünde ·

Alle Alarmglocken schrillten am Freitag im Ministerium für Landwirtschaft und Umweltschutz in Schwerin. Der Asiatische Laubholzbockkäfer hat offenbar Europa erreicht und ist ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern, in Warnemünde, an Land gegangen.

„Bei Baumpflegearbeiten auf einem Privatgrundstück sind verdächtige Ausbohrlöcher in einer Birke bemerkt worden. Die Symptome ließen sich keinem heimischen Insekt zuordnen”, berichtet Ministeriums-Sprecher Claus Tantzen. Experten vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern hätten „das Gesehene als verdächtig für einen Befall durch Anoplophora glabripennis” eingestuft.

Alle Alarmglocken schrillen

Alarmstufe Rot, denn gegen diesen Riesenkäfer sind alle heimischen Forstschädlinge harmlose Schmetterlinge. „Der Käfer ist als ein sogenannter primärer Unionsquarantäne-Schädling eingestuft. Er besiedelt völlig gesunde Bäume und bringt sie rasch zum Absterben. Zu seinen Wirtspflanzen zählen alle Laubbaumarten, einschließlich Obstgehölze. Er hat das Potenzial, bei massenhaftem Auftreten Parks und Wälder zu vernichten”, erklärt Claus Tantzen. Das sei kein Spaß, die Lage sei ernst, der Käfer sei eine reale Bedrohung für Mecklenburg-Vorpommerns Wälder.

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„Dies wäre der erste Nachweis des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Mecklenburg-Vorpommern“, so Agar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus (SPD). „Vorrangig gilt es jetzt herauszufinden, ob die gefundenen Ausbohrlöcher von dem gefährlichen Quarantäne­-Schädling stammen. Der mutmaßlich befallene Baum sei umgehend gefällt worden. Nun werde das Holz auf lebende Stadien wie zum Beispiel Larven des Schaderregers untersucht.

Doch damit nicht genug. Am Montag kommen sogar speziell ausgebildete Suchhunde zum Einsatz. Die sollen die Fährte der Käfer aufnehmen und erschnüffeln, ob in der Umgebung weitere Bäume befallen sind. „Dies ist eine amtlich anerkannte Methode“, so der Minister weiter.

Enorme Konsequenzen drohen

Sollte sich der schlimme Verdacht bestätigen, sei dies mit „enormen Konsequenzen” verbunden. „Bei einem bestätigten Befall müssen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um den Käfer zu eliminieren. Diese Maßnahmen sind europarechtlich zwingend vorgeschrieben. In einem Umkreis von 100 Metern um die Fundstelle herum müssen zur Eindämmung des Befalls alle Laubbäume gefällt werden. In einer Zwei-Kilometer-Zone schließt sich ein mehrjähriges Monitoring an. Ziel ist die Ausrottung des Schadinsekts zum Schutz der heimischen Laubbäume.”

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Der Minister bittet die Bevölkerung um Hilfe. Die Fraßspuren des Mega-Käfers seien groß und nicht zu übersehen. Wenn an einer Holzpalette oder einem Laubbaum sage und schreibe einen Zentimeter große kreisrunde Ausbohrlöcher oder bis zu drei Zentimeter breite Fraßgänge zu sehen sind, sei dies ein ziemlich deutlicher Hinweis. Stutzig solle man auch werden, wenn man bis zu 60 Millimeter große cremeweiße Larven erblickt. Besonders gern würden sich die Käfer in größerer Höhe an den Bäumen aufhalten. „In diesen Fällen informieren sie bitte umgehend den Pflanzen­schutz­­dienst. Für den Menschen ist der Käfer glücklicherweise unbedenklich“, so Backhaus.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer stamme ursprünglich aus Asien und werde überwiegend über Holzpaletten oder –kisten in der Welt verbreitet. Um seiner Verbreitung vorzubeugen, gebe es einen internationalen Standard mit Maßnahmen für die Behandlung von Holzverpackungs­material im internationalen Handel. Dieser werde offenbar nicht immer eingehalten.

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Kommentare (7)

Ach diese Immigranten wieder, kann mal jemand Weidel und ihrer Lebensgefährtin mit Migrationshintergrund bescheid geben.

Wer es geschickt anstellt, der schafft es auch DIE 3 Dinge zu repräsentieren, die der deutsche Männer-Stammtisch abgrundtief hasst. Frauen, Homosexualität und Migrationshintergrund.

Obwohl. Geschickt ist daran gar nichts. Sie hat mit ihrer Auslandsarbeit während des Studiums über die Rentenreform der Bank of China (wie? Die hat ausgerechnet China als Auslandsjahr gewählt? Jaa, sogar ein Buch drüber geschrieben) doch bewiesen, dass es den Wählern der AfD scheißegal ist, wen genau sie wählen.

Die hält die für so uninformiert wie sie sind.

Sie haben gerade schlüssig den Zusammenhang der Bank of China mit Ihren homophoben Phantasien und viel mehr..... erbrochen.

betrifft, sind die Grünen radikal! Da braucht es keine AFD.

Ach wie schön. Darauf habe ich schon lange gewartet. Jetzt kommt der ganz böse Käfer aus Asien und holt unsere Wälder. Oder besser, man lässt sie fällen und untersuchen und dann abtransportieren wohin genau?
Das ist doch eine Frage wert oder?
Chinesische Investoren kaufen seit Jahren an der Börse unsere Wälder auf und erfinden dann den bösen Käfer, der unseren Bäumen schadet, um unsere Wälder, Parks und so weiter abzuholzen. (Welche Hunde genau sollen den Käfer erschnüffeln? Und vor allem in China werden Hunde geschlachtet und als Delikatesse gegessen).
Also Leute, wie wollt Ihr das Märchen noch verkaufen als Legitim? Ihr braucht immer eine Rechtfertigung für Euer Handeln.
Ob Corona oder Käfer.
Alles Gute kommt aus Asien.

Der Käfer ist als ein sogenannter primärer Unionsquarantäne-Schädling eingestuft. Er besiedelt völlig gesunde Bäume und bringt sie rasch zum Absterben.

Unionsquarantäne-Schädling

Game over

Das ist Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Wir brauchen diesen Fremden im Land. Er wird auch die Politik bereichern.