MV-UMWELTMINISTER BACKHAUS

Risiko für Afrikanische Schweinepest weiter gestiegen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter aus. Laut Till Backhaus (SPD) sind die jüngsten Fälle nur noch etwas mehr als 300 Kilometer von der Landesgrenze entfernt.
dpa
Till Backhaus (SPD) hatte noch im Februar beim Aufbau eines Zauns, der probeweise gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schw
Till Backhaus (SPD) hatte noch im Februar beim Aufbau eines Zauns, der probeweise gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgestellt wird. Bernd Wüstneck
Seit zwei Jahren werden wegen drohender Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest verstärkt Wildschweine erlegt.
Seit zwei Jahren werden wegen drohender Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest verstärkt Wildschweine erlegt. Lino Mirgeler
Waren.

Das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Ansicht von Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) weiter gestiegen. „Die Seuche ist weder in Polen, noch in Belgien zum Stillstand gekommen”, sagte Backhaus beim Landeszootag am Freitag in Waren an der Müritz. In Polen seien die jüngsten Fälle nur noch etwas mehr als 300 Kilometer von der Landesgrenze entfernt.

„Die Einzigen, die einen Ausbruch in den Griff bekommen haben, sind die Tschechen”, sagte der Minister. Die Methode, einen Seuchenherd weiträumig einzuzäunen und den äußeren Rand intensiv zu bejagen, „haben wir uns abgeguckt.” Man habe sich auch einen 50 Kilometer langen stabilen Elektrozaun angeschafft, der von Spezialisten im Seuchenfall sofort aufgebaut wird. „Ich hoffe, dass wir ihn niemals brauchen.” Seit zwei Jahren werden wegen drohender Einschleppung verstärkt Wildschweine erlegt, um den Bestand zu verringern.

Für die Ausbreitung der Seuche über Kontinente sind nach Auffassung der Wissenschaft auch Menschen verantwortlich, die auf Reisen mit Viren infizierte Fleisch- und Wurstwaren essen und Reste davon wegwerfen.

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