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Rocker muss für mehr als zwei Jahre hinter Gitter

Die Angeklagten sind laut Richter mit einem blauen Auge davon gekommen.
Die Angeklagten sind laut Richter mit einem blauen Auge davon gekommen.
Oliver Wunder

Mit Spannung wurden die Urteile im Neubrandenburger Rocker-Prozess erwartet. Die vier Angeklagten kamen nach Meinung des Richters mit einem blauen Auge davon.

Der Hauptangeklagte im Neubrandenburger Rocker-Prozess, Marc W., muss für zwei Jahre, acht Monate hinter Gitter. Die beiden anderen Angeklagten, Alexander H. und Sebastian S., denen von der Staatsanwaltschaft bandenmäßiger Drogenhandel vorgeworfen worden war, kamen mit Bewährungsstrafen von jeweils zwei Jahren davon. Der vierte Angeklagte Christian T. wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Damit blieb das Neubrandenburger Landgericht erheblich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren gefordert hatte. "Sie sind alle mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte Richter Deutsch in Richtung der Verurteilten.

Der Urteilsspruch dürfte allerdings noch nicht das letzte Kapitel im Rocker-Prozess sein, der sich ein Jahr und vier Monate hingezogen hat. Die beiden Verteidiger von Marc W., die zuvor Freispruch gefordert hatten, kündigten an, in Revision zu gehen. Damit hat der Bundesgerichtshof das Wort.