Claus Ruhe Madsen (links, parteilos), Rostocks Oberbürgermeister, Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschut
Claus Ruhe Madsen (links, parteilos), Rostocks Oberbürgermeister, Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, und Oliver Fudickar, Geschäftsführer der BUGA Rostock 2025 GmbH, nach einem Krisengipfel vor einem Monat. Jens Büttner
Bundesgartenschau

Rostocker Bürgermeister für Absage der Buga 2025

Der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen will der Bürgerschaft die Absage der Bundesgartenschau 2025 empfehlen. Das Projekt gilt als gescheitert.
dpa
Rostock

Der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) wird der Bürgerschaft der Hansestadt die Absage der Bundesgartenschau 2025 empfehlen. Das habe er dem Schweriner Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitgeteilt, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Freitag.

Nach Auffassung Madsens hätten die Risikoanalyse und eine erneute Prüfung der geplanten Projekte bestätigt, dass Genehmigung und Umsetzung der Vorhaben aufgrund veränderter Bedingungen durch Corona und den Krieg in der Ukraine nicht rechtzeitig realisiert werden können. Minister Backhaus erklärte: „Ich bin froh, dass sich der Oberbürgermeister nun endlich klar positioniert hat, auch wenn wir uns definitiv ein anderes Ergebnis gewünscht hätten.“

Am Dienstagabend hatte die Buga Rostock 2025 GmbH mitgeteilt, dass es 2025 in Rostock keine Bundesgartenschau in ihrer bisher geplanten Form geben wird. Dem Buga-Aufsichtsrat war eine Untersuchung vorgelegt worden, dass es nicht möglich sei, das sogenannte Rostocker Oval entlang der Warnow bis 2025 als alleinige Veranstaltungsfläche herzurichten. Zuletzt stand eine Verschiebung beziehungsweise eine Ausrichtung in abgespeckter Form im Raum. Am Donnerstag waren Backhaus und Madsen zu einem Gespräch zusammengekommen.

Stadtentwicklung auch ohne Buga

„Wir haben besprochen, wie die Stadtentwicklung auch ohne das einmalige Event Buga mit Unterstützung des Landes erreicht werden kann“, wird Madsen zitiert. Hierzu soll er laut Backhaus eine Liste prioritärer Projekte vorlegen – verbunden mit einem verbindlichen Zeitplan für deren Finanzierung, Genehmigung, Umsetzung und Unterhaltung.

Stadt und Land seien sich einig, dass der Küsten- und Hochwasserschutz im Stadthafen fester Bestandteil der umzusetzenden Projekte sein wird. Madsen werde nach eigenen Angaben der Bürgerschaft empfehlen unter anderem die Entwicklung des Stadthafens einschließlich der Vorarbeiten für das Archäologische Landesmuseum sowie die Warnowbrücke und den Stadtpark weiter mit Nachdruck zu verfolgen.

Weiterlesen: Absage der Buga 2025 – Diskussionen gehen weiter

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