Hanfplantage

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Grüne Drogen haben Konsequenzen für Grünen-Politiker aus Rostock

Henning Wüstemann (Grüne) erklärte, die Hanfpflanzen seien nur für seinen persönlichen Bedarf bestimmt gewesen. (Archivbild)
Henning Wüstemann (Grüne) erklärte, die Hanfpflanzen seien nur für seinen persönlichen Bedarf bestimmt gewesen. (Archivbild)
Oliver Berg

Die Polizei hatte eine professionelle Hanfplantage von Henning Wüstemann (Grüne) gefunden. Das Mitglied der Rostocker Bürgerschaft räumte nun seinen Fehler ein und zieht erste Konsequenzen.

Nach dem Fund von acht Hanfpflanzen vor knapp zwei Wochen lässt das grüne Mitglied der Rostocker Bürgerschaft, Henning Wüstemann, sein Mandat ruhen. In einer am Montag verbreiteten Erklärung sagte der 33-jährige Wüstemann, dass die Pflanzen nur für seinen persönlichen Bedarf bestimmt gewesen seien. „Dennoch habe ich damit gegen das Gesetz verstoßen und bereue diesen Fehler aufrichtig.” Bis zur grundsätzlichen rechtlichen Klärung des Falls wolle er das Mandat ruhen lassen, um die Arbeit der Fraktion und der Bürgerschaft nicht zu belasten. Mit den Behörden wolle er kooperieren.

Professionelle Hanfplantage 

Die professionelle Hanfplantage wurde aufgrund eines Wasserschadens in einem Wohnhaus in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt entdeckt. In einem angemieteten Lagerraum waren zwei Indoorgewächshäuser aufgestellt und darin Cannabis angebaut worden. Aufgrund eines Defekt an der Wasserversorgung der Pflanzen tropfte Wasser in die darunter liegenden Räume. Nach der Notöffnung des Lagerraumes flog dann die Indoorplantage auf.

Der grüne Fraktionschef Uwe Flachsmeyer begrüßte es, dass Wüstemann zu seinem Fehler stehe und zur Aufklärung beitragen möchte. „Auch wenn die Grünen für eine begrenzte Legalisierung von Cannabis für den Eigenbedarf eintreten, gilt natürlich die bestehende Gesetzeslage.”

Kommentare (1)

Warum nicht die Grünen lieben doch alles Grüne. Ich liebe doch alle