A-ROSA-SCHIFFE

Rostocker Unternehmen will Kreuzfahrt emissionsärmer machen

Die Abgas-Problematik bei Kreuzfahrtschiffen ist viel diskutiert. Die Flusskreuzschifffahrt will sich nun entsprechend verändern. Ein Rostocker Unternehmen geht voran.
dpa
Der Antrieb soll erstmals 2021 auf dem Rhein eingesetzt werden.
Der Antrieb soll erstmals 2021 auf dem Rhein eingesetzt werden. Andrea Warnecke/Archiv
Rostock.

Das Flusskreuzfahrt-Unternehmen A-Rosa mit Sitz in Rostock wird seine Schiffsneubauten künftig mit einem Batterieantrieb ausstatten. Bei Anfahrt auf die Städte werde auf den Elektromotor umgestellt, der seine Energie aus einem Batteriespeicher ziehe, sagte Matthias Lutter, A-Rosa-Spezialist auf dem Gebiet „Alternative Antriebstechnologien”. Dadurch sei es möglich, beim Anlaufen der Städte sowie in den Häfen nur unter Batteriebetrieb und damit treibstoff- und emissionsfrei zu fahren. „Der Batteriespeicher kann über geeignete Landstromanschlüsse wieder aufgeladen werden”, sagte Lutter. Der Antrieb soll erstmals 2021 auf dem Rhein eingesetzt werden. Es werde derzeit geprüft, ob die Ausrüstung der bereits eingesetzten Schiffe möglich sei.

„A-Rosa ist mit dieser Technologie Vorreiter in der Branche”, sagte Geschäftsführer Jörg Eichler. Die Attraktivität von Städtereisen per Schiff ergebe sich aus den Eindrücken, die Reisende in Städten und in der Natur gewinnen könnten. Gerade in einem wachsenden Markt sei sich A-Rosa bewusst, dass die ökologischen Herausforderungen langfristig angegangen werden müssten. „Ein rücksichtsvoller und nachhaltiger Umgang mit der Umwelt sorgt auch in Zukunft für attraktive Reisen.”

Den Angaben zufolge fährt A-Rosa mit zwölf Schiffen auf Donau, Rhein/Main/Mosel, Seine, Rhône/Saône und dem Douro in Portugal. A-Rosa beschäftigt rund 780 Mitarbeiter. Im Premiumbereich, der einem Hotelstandard von vier Sternen entspreche, sei das Unternehmen mit einem Anteil von rund 70 Prozent führend auf dem deutschen Markt, sagte Eichler.

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