Der Auftritt von Xavier Naidoo war in der Rostocker Kommunalpolitik kontrovers diskutiert worden.
Der Auftritt von Xavier Naidoo war in der Rostocker Kommunalpolitik kontrovers diskutiert worden. Henning Kaiser
Auftritt in Stadthalle

Rostocker Xavier-Naidoo-Konzert auf 2022 verlegt

Xavier Naidoos Auftritt in Rostock sollte nach dem Willen einiger Politiker gar nicht stattfinden. Zumindest in diesem Jahr wird der Sänger in Rostock kein Konzert geben.
dpa
Rostock

Das für Mitte August geplante und in der Rostocker Bürgerschaft heftig umstrittene Konzert des Sängers Xavier Naidoo in Rostock ist auf Sommer 2022 verschoben worden. Als Grund für die Absage der diesjährigen „Hin und Weg”-Tour nannte das Marketingunternehmen Live Nation Entertainment die „anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen” für Großveranstaltungen.

Den Angaben zufolge soll Naidoo nun am 12. August 2022 in der Rostocker Stadthalle auftreten. Weitere Konzerte sind unter anderem in Ulm, Mönchengladbach, Füssen, Kassel und Halle geplant. Im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten, hieß es.

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Der Auftritt des Künstlers, dessen Name in der Vergangenheit immer wieder auch im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auftauchte, war in der Rostocker Kommunalpolitik kontrovers diskutiert worden. Mitte Juni scheiterten Linke und SPD in der Bürgerschaft mit einem Antrag, Naidoos Auftritt in der stadteigenen Veranstaltungshalle zu untersagen. Bei Stimmengleichheit von Gegnern und Befürwortern fanden die Initiatoren nicht die notwendige Mehrheit.

Der Antrag war damit begründet, dass Naidoo den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nahestehe und rassistische Ressentiments schüre. In einer rechtlichen Stellungnahme hatte die Stadtverwaltung ein Auftrittsverbot für Naidoo unter anderem mit Hinweis auf die Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes abgelehnt. Demnach darf niemand „wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen und politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden”.

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