Unsere Themenseiten

Vor Demos am Samstag

:

Rostocks OB Methling ruft zu "absoluter Gewaltfreiheit" auf

Vor der für Samstag geplanten AfD-Demonstration und den angekündigten Gegenkundgebungen in Rostock hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zu Humanität im Umgang miteinander aufgerufen.
Vor der für Samstag geplanten AfD-Demonstration und den angekündigten Gegenkundgebungen in Rostock hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zu Humanität im Umgang miteinander aufgerufen.
Bernd Wüstneck

Am Samstag tritt Björn Höcke bei einer AfD-Demo in Rostock auf, mehrere Gegenveranstaltungen sind angemeldet. Die Polizei bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor.

Vor der für Samstag geplanten AfD-Demonstration und den angekündigten Gegenkundgebungen in Rostock hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zu Humanität im Umgang miteinander und absoluter Gewaltfreiheit aufgefordert. „Wer diese Grenzen überschreiten sollte, disqualifiziert sich nur”, sagte Methling am Donnerstag. Die Versammlungsfreiheit sei zwar ein hohes, durch das Grundgesetz geschütztes demokratisches Recht. „Das heißt aber nicht, dass alles, was gesagt werden darf, auch richtig, vernünftig und sinnvoll ist.”

Unter dem Motto „Für unser Land und unsere Kinder” hat die AfD für Samstagnachmittag eine Demonstration angekündigt, zu der rund 1000 Teilnehmer gemeldet sind. Es ist bereits die sechste Demo in den vergangenen Monaten. Als Hauptredner wird der AfD-Fraktionschef im Thüringer Landtag, Björn Höcke, erwartet. Aufseiten der Gegendemonstranten wird mit einigen Hundert gewaltbereiten Personen gerechnet. Beide Seiten haben für die Teilnahme an den Demonstrationen in den vergangenen Wochen stark mobilisiert.

Für Samstag sind aktuell acht Versammlungen und Aufzüge für die Innenstadt angemeldet. „In den vergangenen acht Jahrhunderten hat unsere Stadt immer dann gute Zeiten erlebt, wenn die Menschen weltoffen waren und miteinander – über Land und auf dem Seeweg – kooperierten”, betonte Methling. Schon für Freitag ist eine Gegendemonstration geplant. Nach den teils gewalttätigen Auseinandersetzungen von Chemnitz und Köthen hat die geplante Demonstration in Rostock bundesweite Beachtung gefunden, das Rathaus schein alarmiert.

So wurde Gewerbetreibenden geraten, „sämtliche mobilen Gegenstände, die sich auf Verkehrsflächen befinden, zu sichern oder zu beseitigen”. Mehrere Straßen werden gesperrt, auch Straßenbahn- und Busverkehr sind betroffen.