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Rostocks Stadtwehrführer vom Dienst entbunden

Der Frust bei Rostocks Feuerwehrchef ist groß. Ist er jetzt übers Ziel hinausgeschossen?

Rostocks Stadtwehrführer Steffen Grafe.
Bernd Wüstneck Rostocks Stadtwehrführer Steffen Grafe.

Die Freiwillige Feuerwehr in Rostock kommt nicht zur Ruhe. Seit Mittwoch ist Stadtwehrführer Steffen Grafe vorläufig seines Dienstes enthoben worden, wie der Sprecher der Stadtverwaltung, Ulrich Kunze, bestätigte. Hintergrund sei ein Brief Grafes an die Mitglieder der fünf freiwilligen Feuerwehren in der Hansestadt. Darin soll er mit heftigen Worten kritisiert haben, dass Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) veranlasst habe, keine Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren zum Festakt am Internationalen Tag des Ehrenamtes einzuladen.

Der NDR zitierte auf seiner Internetseite aus dem Brief. Grafe schrieb demnach unter anderem: „Es kann und darf nicht sein, dass ein störrischer Oberbürgermeister, der sich vielleicht in seiner Ehre gekränkt sieht, weil wir gewagt haben, seine Verwaltung zu kritisieren, die Arbeit von 300 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden in den Dreck zieht.“

Stadtsprecher Kunze begründete die vorläufige Suspendierung damit, dass Grafe als Ehrenbeamter unter das Landesbeamtengesetz falle. An Beamte werden besondere Anforderungen gestellt, was die Loyalität zu ihrem Dienstherrn angeht. Gegen Grafe werde nun ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

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