HIGHTECH FÜRS MEER

Rotorsegel bewährt sich schon auf drei Schiffen

Das „Segel ohne Segel”, das jetzt auch die Scandlines-Fähre „Copenhagen” zieren soll, wird bereits seit einigen Jahren erprobt – nach Angaben der finnischen Hersteller mit Erfolg.
Die „Estraden” ist schon länger mit dem Spezial-Segel unterwegs.
Die „Estraden” ist schon länger mit dem Spezial-Segel unterwegs. Norsepower/ZVG
Helsiniki.

„Wir bringen das Segel zurück zur Schifffahrt“ ist der Slogan des 2012 gegründeten finnischen Hightech-Unternehmens Norsepower mit Hauptsitz in Helsinki. Die Gründer entwickelten das Rotorsegelprinzip weiter und ließen sich ein Automatisierungssystem patentieren, das erkennt, wann der Wind stark genug ist um Kraftstoff zu sparen, und die Rotoren startet. Nun hat auch die Ostsee-Reederei Scandlines die Technik für eines ihrer Fährschiffe bestellt.

Niederländische Fähre erhielt Segel als erstes

Mit finanzieller Förderung durch die EU wurden seit 2014 schon drei Schiffe nachgerüstet. So erhielt die niederländische Fähre „Estraden“ gleich zwei, jeweils 18 Meter hohe Rotorsegel, die auf ihren Passagen zwischen Rotterdam (Niederlande) und Teesport (Großbritannien) zu 80 Prozent mit Rotorsegel-Verstärkung 6,1 Prozent Kraftstoff einsparen.

in 24 Meter hohes Rotorsegel wurde 2018 auf der Fähre „Viking Grace“ der Reederei Viking Line eingebaut, die zwischen Turku (Finnland) und Stockholm (Schweden) verkehrt. Das weltweit erste Hybridschiff mit Flüssiggas- und Windantrieb spart nach Reedereiangaben pro Jahr rund 300 Tonnen LNG-Kraftstoff, was einer Reduzierung der Kohlenstoffemissionen von 900 Tonnen entspricht.

Auch ein Frachtschiff fährt mit der Hightech-Innovation

Über die mit 30 Metern Höhe bislang größten zwei Rotorsegel verfügt das Tankschiff „Maersk Pelican“, das seit 2018 damit zwischen sieben bis zehn Prozent Kraftstoff einspart. Maersk-Geschäftsführer Tommy Thomassen spricht inzwischen von einer wegweisenden Technologie für die weltweit fahrenden Produkttankerflotten.

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