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Rund 800 Demonstranten bei Streik-Kundgebung

Die Reihe von Warnstreiks im öffentlichen Dienst im Land hat an der Mecklenburgischen Seenplatte begonnen. Rund 800 angestellte Lehrer sowie Mitarbeiter der Hochschule Neubrandenburg und der Autobahn- und Straßenmeisterei kommen zu einer Kundgebung.

Rund 800 Lehrer, Polizisten und Mitarbeiter von Straßenmeistereien haben sich am in Altentreptow zu einem Warnstreik eingefunden.
Bernd Wüstneck Rund 800 Lehrer, Polizisten und Mitarbeiter von Straßenmeistereien haben sich am in Altentreptow zu einem Warnstreik eingefunden.

Der Arbeitskampf im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder hat am Mittwoch Mecklenburg- Vorpommern erreicht. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte traten angestellte Lehrer an etwa der Hälfte aller Schulen in den Warnstreik, wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mitteilte. Sie hatte an den etwa 110 Schulen des Landkreises die rund 2000 angestellten Lehrer, Schulleiter und Sozialpädagogen zum Warnstreik aufgerufen. Anders als in den meisten westlichen Bundesländern sind in Mecklenburg-Vorpommern bisher nur wenige Lehrer verbeamtet - etwa sieben Prozent der knapp 12 000 Lehrkräfte.

Mehr Demonstranten als erwartet

Auch Mitarbeiter der Hochschule Neubrandenburg und der Autobahn- und Straßenmeisterei waren am Mittwoch im Warnstreik. Rund 800 Beschäftigte des Landes beteiligten sich an einer Kundgebung in Altentreptow. Das waren nach Angaben der Gewerkschaften Verdi, GEW und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr als erwartet.

Laut GEW hatte insbesondere die Ankündigung der Arbeitgeber, die betriebliche Altersvorsorge zu kürzen, die Angestellten mobilisiert. Die Gewerkschaften fordern unter anderem eine Tariferhöhung von 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro, einen Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte und eine verbindliche Übernahmeregelung und Urlaubserhöhung für Auszubildende.

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