OSTSEEROUTE PUTTGARDEN-RØDBY

Scandlines will Fähren nur elektrisch betreiben

Die Scandlines-Fähren „Berlin” und „Copenhagen” fahren teilweise schon im Batteriebetrieb. Jetzt will die Reederei einen Schritt weitergehen.
Ein Fährschiff der Reederei Scandlines verlässt den Hafen von Puttgarden. Künftig soll die Flotte auf der Linie zum dänisc
Ein Fährschiff der Reederei Scandlines verlässt den Hafen von Puttgarden. Künftig soll die Flotte auf der Linie zum dänischen Rødby auf auf See komplett mit Batteriestrom fahren. Ulrich Wirrwa
Die „Berlin” läuft in den Seehafen Rostock ein. Das Schiff läuft mit einem Hybridantrieb. Das heißt, bei den Ein- und A
Die „Berlin” läuft in den Seehafen Rostock ein. Das Schiff läuft mit einem Hybridantrieb. Das heißt, bei den Ein- und Ausfahrten in die Häfen Warnemünde und Gedser wird auf Batteriestrom umgestellt. Bernd Wüstneck
Hamburg.

Seit drei Jahren setzt die Reederei Scandlines auf der Linie Rostock – Gedser zwei moderne Hybridfähren ein. Wenn die „Berlin” und die „Copenhagen” die Häfen ansteuern, wird auf Batteriestrom umgestellt. Jetzt will Scandlines einen Schritt weiter in Richtung emissionsfreie Schifffahrt gehen.

Demnach plant die Reederei auf ihrer Ostseeroute Puttgarden-Rødby künftig komplett ohne Dieselkraftstoff zu verkehren. „Wir sind bereit, dafür hohe Summen zu investieren”, sagte Reedereichef Søren Poulsgaard. Vorgesehen sei, zwei Hauptmotoren aus den Fähren auszubauen und durch Batteriepakete zu ersetzen, die während der 15-minütigen Zeit im Hafen durch Strom geladen werden.

Stromnetz im Hafen muss erweitert werden

Allerdings sei man in Bezug auf Infrastruktur und Rahmenbedingungen auch auf Unterstützung des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein angewiesen, relativierte Poulsgaard. Zunächst müsste die Leitungskapazität des Stromnetzes im Hafen Puttgarden über ein zehn Kilometer langes Kabel aus dem Zentrum der Insel Fehmarn erweitert und ein Energiespeichersystem vor Ort gebaut werden.

Die Gesamtkosten werden auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sagte, die Umrüstung wäre ein wichtiger Schritt hin zur Elektromobilität auf offener See.

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