Afrikanische Schweinepest

Schlachter wollen keine Schweine aus Pest-Sperrgebiet

Obwohl die Tiere gesund sind, wollen Schlachtbetriebe keine Schweine mehr von anderen Haltern aus dem Sperrgebiet bei Güstrow verarbeiten.
dpa
Das Sperrgebiet reicht etwa zehn Kilometer im Radius um die von der Tierseuche betroffene Mastanlage in Vogelsang bei Lalendor
Das Sperrgebiet reicht etwa zehn Kilometer im Radius um die von der Tierseuche betroffene Mastanlage in Vogelsang bei Lalendorf mit etwa 4000 Tieren. Stefan Tretropp
Schwerin

Nach dem Afrikanischen Schweinepestfall in einem Mastbetrieb bei Güstrow müssen etwa 20 Schweinehalter in der betreffenden Sperrzone mit Problemen bei der Weiterverarbeitung rechnen. Wie das Schweriner Agrarministerium am Mittwoch mitteilte, haben mehrere große Schlachtbetriebe zugesagt, zwar weiter Schweine aus Mecklenburg-Vorpommern zu verarbeiten – aber nicht von Betrieben aus dem Sperrgebiet um die betroffene Anlage. Dieses Gebiet reicht etwa zehn Kilometer im Radius um das von der Tierseuche betroffene Unternehmen mit etwa 4000 Tieren.

Mehr zum Thema: Mehr als 4000 Tiere müssen nach Schweinepest-Ausbruch getötet werden

Das habe Agrarminister Till Backhaus (SPD) in einer Videokonferenz mit den Schlachthöfen Perleberg (Brandenburg), Weißenfels (Sachsen-Anhalt) und Kellinghusen (Schleswig-Holstein) besprochen. Für die Schlachtstätten stünden diverse Exportzulassungen auf dem Spiel, erläuterte der Minister. Deshalb müsse man nun ganz genau hinschauen, was dorthin geliefert werden darf oder nicht.

Wenn Exportzulassungen bei der Weiterverarbeitung verloren gehen, sei den Schweinehaltern nicht geholfen. Im Moment gehe es vor allem darum, die Ausbreitung der Seuche auf andere Hausschweinbestände oder die Wildschweinpopulation zu verhindern.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage