Sportboot gehoben
Schleuse wieder frei

Hier wird die verunglückte Motoryacht mit einem Kran geborgen.
Hier wird die verunglückte Motoryacht mit einem Kran geborgen.
Bernd Wüstneck

Oft sind es Unaufmerksamkeit oder Fahrfehler, die zu Unfällen auf dem Wasser führen. Die Müritz-Elde-Wasserstraße ist wieder offen.

Ein verunglücktes Sportboot aus Niedersachsen hat mehr als 24 Stunden die touristisch wichtige Müritz-Elde-Wasserstraße in Mecklenburg-Vorpommern blockiert. Ein Kran hob das knapp neun Meter lange Schiff unweit von Plau (Kreis Ludwigslust-Parchim) am Donnerstagnachmittag aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Parchim sagte.

Die Bergung zog sich über Stunden hin, weil immer wieder Wasser ins leckgeschlagenen Schiff strömte und herausgepumpt werden musste. Das Schiff wäre sonst zu schwer für den Kran gewesen. Die Schleuse wurde am späten Nachmittag wieder freigegeben.

Sechs-Tonnen-Schiff auf Grund gesetzt

Der 69 Jahre alte Bootsführer aus dem Kreis Lüneburg hatte sein sechs Tonnen schweres Schiff am Mittwoch auf Grund gesetzt. Es war leckgeschlagen und gesunken. Der Mann und seine 57 Jahre alte Begleiterin konnten sich retten. Unfallursache war laut Wasserschutzpolizei wohl ein Fahrfehler.

Es war bereits der dritte Sportbootunfall innerhalb von zwei Wochen im Nordosten. Heute soll bei Greifswald im zweiten Anlauf eine knapp zehn Meter lange Segeljacht geborgen werden Die Jacht eines 71-Jährigen war am 5. Juli nach der Kollision mit einem Fischkutter im Fahrwasser nach Greifswald gesunken. Der Rentner konnte gerettet werden. Der Schaden wurde auf rund 20 000 Euro geschätzt. Die Jacht sei als „Schifffahrtshindernis“ markiert und liege am Rand der Fahrrinne. Diesmal soll ein Bagger von einem Schwimmponton aus die Jacht heben – wenn der Wind nicht zu stark weht.

Polizei muss Ölsperre legen

Am 11. Juli hatte ein Fahrgastschiff am Eldenburger Kanal bei Waren ein Charterboot gerammt und leicht beschädigt. Der Kapitän des Leihbootes hatte sich versteuert. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Bei dem zuletzt gesunkenen Kunststoffboot bei Plau entstand nach Schätzung die Wasserschutzpolizei Totalschaden. Feuerwehrleute hatten eine Ölsperre um das Gefährt gelegt.

Die Müritz-Elde-Wasserstraße wird jährlich von Tausenden Wassersportlern genutzt. Die Schleusen zu beiden Seite der Unfallstelle überbrücken den Höhenunterschied zu den höher gelegene großen Seen, wie der Müritz. Die Schleusen werden täglich von bis zu 100 Wasserfahrzeugen stromauf- und stromabwärts passiert.