FACH GESCHICHTE

Schüler durften in Abi-Prüfung Schwesig bejubeln

Die Vize-Vorsitzende der MV-Jusos konnte ihr Glück kaum fassen, als sie die Prüfungsaufgabe im Fach Geschichte las: Sie durfte ihr Idol Manuela Schwesig abfeiern.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Manuela Schwesig durfte in der Abi-Prüfung im Fach Geschichte bejubelt werden.
Manuela Schwesig durfte in der Abi-Prüfung im Fach Geschichte bejubelt werden. Bernd Wüstneck
Schwerin.

Lilly Blaudszun, die Vize-Vorsitzende der SPD-Jugend „Jusos” in Mecklenburg-Vorpommern, steckt gerade mitten in den Abitur-Prüfungen. Zum Twittern reicht es trotzdem: Am Mittwoch freute sie sich neben zahlreichen anderen Tweets zum Beispiel über ihre soeben geschriebene Klausur im Fach Geschichte.

 

 

Ursache für die Freude der Schülerin war die Prüfungsaufgabe M4. In der Klausur, die dem Nordkurier vorliegt, wird ein Vorschlag Schwesigs aus dem Jahr 2014 präsentiert: Damals war Schwesig Familienministerin und forderte, dass Eltern bei Wahlen zusätzliche Stimmen für ihre Kinder erhalten. In der Abi-Prüfung heißt es zu dem Vorschlag unter anderem: „Die Zeitung „Die Welt” war begeistert”.

Die Abi-Prüfer verlangten von den Schülern: „Ordnen Sie es in die Entwicklung des Wahlrechts in den bisherigen deutschen Verfassungen seit 1848/49 ein, und nehmen Sie zum Vorschlag der Familienministerin Stellung.” Das Aufgabenblatt enthält mehrere Rechtschreibfehler, unter anderem den Kommafehler in diesem Zitat.

Für Lilly Blaudszun war das eine Steilvorlage:

 

 

Und die Ministerpräsidentin, die sich von „ihrer” Schülerin und Genossin bejubeln ließ? Die freute sich offensichtlich genauso über die aus Sozi-Sicht gelungene Prüfung:

 

 

Nicht nur Schwesig, sondern auch Schwesigs Staatssekretärin Bettina Martin (SPD), eine ihrer engsten Mitarbeiterinnen, und die Parteizeitung Vorwärts frohlockten über den gelungenen Abi-Coup:

 

 

 

 

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Kommentare (1)

Okay, auch ich als alter Sozi halte die aktion und die Tweets für selbstverliebt und peinlich. Peinlich ist es allerdings auch, wenn der nordkurier, der wahrlich kein Hort von Orthographie und Interpunktion ist, sich über genau das belustigt zeigt und wie immer jede Gelegenheit nutzt, am linken Rand zu polemisch zu übertreiben und auf dem rechten Rand nach Komplimenten fischt. So zumindest nach meinem Eindruck, nicht als Tatsachenbehauptung.