UND ACTION!

Schüler gewinnen Filmdreh im Klassenzimmer

Mit einer witzigen Idee überzeugten zwei junge Neubrandenburger die Landesmedienanstalt und das Landeskriminalamt MV. Ihr Preis: Ein Profi lässt sie die Hauptrollen spielen.
Laura Kuhnwald (vorn rechts), Franz Pricken, Moritz Jondral und Aron Buschermöhl sehen sich die ersten Szenen auf dem Display der Kamera an.
Laura Kuhnwald (vorn rechts), Franz Pricken, Moritz Jondral und Aron Buschermöhl sehen sich die ersten Szenen auf dem Display der Kamera an. nlz
Neubrandenburg.

Die erste Regel für Schauspieler lautet: „Achte auf deine Augen!“ Die zweite Regel: „Achte auf deine Augen!“ Regel Drei: „Die Part... nein, die Regie hat immer recht!“ Vier: „Es dauert so lange, wie es dauert.“

Regisseur und Kameramann Toni Schwabe (26) erklärt vor der ersten Klappe die Grundlagen seiner Branche – ruhig, aber unmissverständlich. Beim ersten Drehtermin an der Neubrandenburger Privatschule „Das andere Gymnasium“ tritt Philipp Klatt (14) in der ersten Szene in einen Klassenraum. Der Hauptdarsteller hat das Drehbuch geschrieben, zusammen mit Klassenkamerad Felix Kowal, und mit eben diesem Text einen landesweiten Wettbewerb gewonnen.

Die Schüler erlernten im Profilfach „Wirtschaft und Gesellschaft“ das Drehbuchschreiben und hatten eine Geschichte über gefährliche Handyprogramme verfasst. „Damit haben sie uns überzeugt, vor allem mit ihrem Humor“, sagt Kriminalist Olaf Jasmund.

Unter 15 Einsendungen zum Sieger gekürt

Man wolle die Jugendlichen statt mit dem konservativen Zeigefinger, mit einem skurrilen Video auf die Zweischneidigkeit moderner Technik aufmerksam machen. Gesucht war das Drehbuch zu einem Kurzfilm, in dem junge Menschen für einen bewussten Umgang mit der Vielfalt der Medienwelt sensibilisiert und auf mögliche Gefahren hingewiesen werden. Das Landeskriminalamt hat gemeinsam mit der Landesmedienanstalt MV in den Klassenstufen acht bis zwölf des Landes nach Ideen gesucht und unter 15 Einsendungen das Neubrandenburger Duo zum Sieger gekürt. Als Preis gab es 2500 Euro in Form einer Profi-Filmcrew.

Die drei Filmemacher der Neubrandenburger Medienwerkstatt haben drei Drehtage angesetzt. Schlussendlich soll ein sechsminütiger Kurzfilm herauskommen, in dem ein Jugendlicher zum Geburtstag ein Handy bekommt. Überschwänglich lädt er sich alle Anwendungen herunter und schaltet unbedacht dies und jenes frei. Doch das Schicksal dieser Generation heißt Technik. Und prompt irrt die Wetterapp und der Junge stapft nur mit T-Shirt und Shorts durch die Kälte.

Der Streifen soll in den Offenen Kanälen, in der Online-Mediathek der Medienanstalt MV und vom 21. bis zum 23. Mai beim 20. Jugendmedienfest in Neubrandenburg gezeigt werden.

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